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Haushalt der Gemeinde Fünfstetten für 2025: Investitionen und Rücklagen in Millionenhöhe

Fünfstetten

Gemeinde Fünfstetten hat trotz hoher Ausgaben Millionen auf der hohen Kante

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    In Fünfstetten wird in der Grundschule eine neue Heizung installiert, die über Wärmeleitungen auch die Kindertagesstätte und die Mehrzweckhalle (im Hintergrund) versorgt.
    In Fünfstetten wird in der Grundschule eine neue Heizung installiert, die über Wärmeleitungen auch die Kindertagesstätte und die Mehrzweckhalle (im Hintergrund) versorgt. Foto: Wolfgang Widemann

    Nach einem Jahr des Durchschnaufens stehen heuer in der Gemeinde Fünfstetten wieder Millionen-Investitionen an. Das meiste Geld fließt in drei öffentliche Gebäude und in neue Fahrzeuge für die Feuerwehr. Trotz der finanziellen Belastungen gelingt es der kleinen Kommune, schuldenfrei zu bleiben. Sie schafft es sogar, weiterhin eine Millionensumme auf der hohen Kante zu haben. Dies ist dem Haushaltsplan für 2026 zu entnehmen, den der Gemeinderat einstimmig gebilligt hat.

    Bereits angelaufen sind die Bauarbeiten im Bereich der Grundschule, der Kindertagesstätte und der Mehrzweckhalle am südwestlichen Ortsrand von Fünfstetten. Die drei genannten Gebäude erhalten eine neue, gemeinsame Heizung. Statt den bisherigen Ölheizungen wird in der Schule eine zentrale Pelletsheizung installiert, die auch die Kita und die Halle samt Sport- und Schützenheim mit Wärme versorgt. Bei der Mehrzweckhalle summieren sich nach Angaben von Bürgermeister Josef Bickelbacher der Anteil am Heizungssystem, die Kosten für die damit verbundene neue Lüftungsanlage und die Planungskosten für die Sanierung des Daches und der Fassade (ist 2027 an der Reihe) in diesem Jahr auf rund 570.000 Euro.

    In der Kita in Fünfstetten wird aus dem Heizraum eine Toilette

    In der Schule fallen Kosten in Höhe von 480.000 Euro an. In der Kindertagesstätte beträgt der Anteil an der Heizung rund 130.000 Euro. Darin enthalten ist auch der Umbau des bisherigen Heizraums zu Toiletten. In dem Raum der Kita, in dem bislang die Heizöltanks standen, finden die Übergabestation und ein Pufferspeicher Platz. Damit steckt die Gemeinde in diesem Jahr fast 1,2 Millionen Euro in Schule, Kita und Mehrzweckhalle.

    Die Freiwillige Feuerwehr, deren Fuhrpark veraltet ist, darf sich gleich auf zwei neue Fahrzeuge freuen. Im Etat der Kommune stehen 700.000 Euro bereit, um ein Löschfahrzeug (LF 10) und einen Mannschaftstransportwagen anzuschaffen. Das bereits bestellte LF 10 wird Bickelbacher zufolge voraussichtlich im September geliefert.

    Für den Erweiterungsbau am Dorfladen in Fünfstetten leistet die Gemeinde einen Beitrag von 150.000 Euro. Dieses Vorhaben war eigentlich schon im vorigen Jahr geplant, verzögerte sich aber. Man müsse noch auf den Zuschuss aus dem Förderprogramm Leader warten, so der Bürgermeister. Auf der Straße im Baugebiet im Ortsteil Heidmersbrunn soll die letzte Asphaltschicht aufgebracht werden, wofür 40.000 Euro vorgesehen sind. Die Markierungen auf der neu ausgebauten Ortsverbindungsstraße von Fünfstetten in Richtung Flotzheim schlagen mit 15.000 Euro zu Buche.

    Gewerbesteuer-Einnahmen in Fünfstetten waren 2025 deutlich höher als erwartet

    Der Einkommenssteuer-Anteil als wichtigste Einnahmequelle bleibt mit 1,1 Millionen Euro unverändert. Bei der Gewerbesteuer verzeichnete die Kommune im vergangenen Jahr mit gut 600.000 Euro einen wesentlich höheren Betrag als erwartet. Heuer sind es wohl nur etwas über 300.000 Euro. Ein leichtes Plus gibt es bei der Schlüsselzuweisung des Freistaats für Fünfstetten (454.000 Euro). Bei den Ausgaben fällt die Umlage, die an den Landkreis bezahlt werden muss, um 54.000 Euro höher aus (883.000 Euro). Die Personalkosten steigen von 795.000 auf 905.000 Euro. Gründe dafür sind Bickelbacher zufolge die Wiederbesetzung einer vorübergehend vakanten Stelle und die Tariferhöhungen. Die Umlage, welche die Gemeinde an die Verwaltungsgemeinschaft Wemding überweisen muss, erhöht sich von 232.000 auf 240.000 Euro.

    Um einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen zu können, muss die Kommune wahrscheinlich 1,1 Millionen Euro aus den Rücklagen entnehmen. Die wuchsen im vorigen Jahr auf 3,4 Millionen Euro an. Wenn es nach Plan läuft, hat die Gemeinde Ende 2025 also noch immer finanzielle Reserven von circa 2,3 Millionen Euro.

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