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Hubert Aiwanger ehrt Feuerwehr Bayerdilling bei politischem Abend

Bayerdilling

Hubert Aiwanger feiert 150 Jahre Feuerwehr Bayerdilling und richtet klare Botschaften an die Politik

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    150 Jahre Feuerwehr Bayerdilling. großes Festwochenende mit dem Besuch des Bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger.  KODAK Digital Still Camera
    150 Jahre Feuerwehr Bayerdilling. großes Festwochenende mit dem Besuch des Bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger. KODAK Digital Still Camera Foto: Adalbert Riehl

    Hubert Aiwanger wie man ihn kennt: 55 Minuten referierte der Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident – ohne ein Blatt Papier und ohne Versprecher – über Politik und Gesellschaft. Die Zuhörer im vollbesetzten Festzelt zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr unterbrachen ihn mehrfach mit starkem Applaus. Hohes Lob zollte er den Feuerwehren und allen, die sich engagiert in Beruf und Ehrenamt in die Gesellschaft einbringen.

    Hauptzielscheibe seiner Kritik waren einmal mehr gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Von der Bundesregierung erwarte er eine gerechtere Verteilung der Steuerlast. Die Zuständigkeit in der Gesundheitspolitik werde nicht wahrgenommen, attestierte er mit Blick auf die Lasten, die bei der Krankenhausfinanzierung immer mehr auf die Landkreise drücken. Mehrfach nahm er Arbeitsministerin Bärbel Bas in Visier, auch bezüglich ihrer Aussagen zur Kultur. Seinen Koalitionspartner CSU streifte er nur einmal indirekt, als er auf Essgewohnheiten zu sprechen kam.

    Für die Zukunft gelte es, künstliche Intelligenz positiv zu begleiten

    Bayern habe relativ die höchste Quote an Firmengründungen und Startups. Diesen Firmen, auch bei Familienübernahmen, müsse der Staat als Dienstleister mit Flexibilität begegnen, damit sie in Deutschland bleiben. Er befürwortete die sinnvolle Nutzung aller Energiequellen, forderte weniger digitale Abhängigkeit und Stärkung der inländischen Arzneimittel-Produktion.

    Bei den Talkshows vermisse er die Sicht der Normalbürger. Er stehe dazu, ein „Stammtisch-Politiker“ zu sein. Bauern dürften im Hinblick auf Tierschutz nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Und er respektiere die Leistung „von Opa und Oma, die das Land aufgebaut haben“. Für die Zukunft gelte es, die Künstliche Intelligenz positiv zu begleiten sowie auf gute Technik zu setzen, auch um Arbeitsplätze zurückzuholen.

    Aiwanger trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein, stehend von links Landrat Michael Dinkelmeier, Vorstand Konrad Spies, Schriftführerin Stefanie Meier und Kommandant Daniel Haberl. KODAK Digital Still Camera
    Aiwanger trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein, stehend von links Landrat Michael Dinkelmeier, Vorstand Konrad Spies, Schriftführerin Stefanie Meier und Kommandant Daniel Haberl. KODAK Digital Still Camera Foto: Adalbert Riehl

    Die FFW Bayerdilling steht für Verteidigung der Heimat: „Ihr seid unsere Helden!“

    Geradezu euphorisch waren Auftakt und Abschluss der Ausführungen von Minister Aiwanger, denn hier stellte er das Geburtstagskind „FFW Bayerdilling“ und die Leistungen der Feuerwehren in den Mittelpunkt. Sie stünden für Tradition, Verteidigung der Heimat und Verwurzeln der Jugend in der Gemeinschaft, in der sie zu wertvollen Bürgern heranwachsen. „Ihr seid unsere Helden,“ rief er den Feuerwehrleuten zu und bezeichnete die Vereine als die wahren Sozialarbeiter.

    Das Weitertragen der Solidarität, wie es die Freiwilligen Feuerwehren seit Generationen praktizieren, sei heute wichtiger denn je. „Wir stehen zu unserer Kultur, wir stehen zu unseren Feuerwehren,“ bekannte er abschließend – und „In Bayerdilling ist die Welt in Ordnung.“ Dies bekräftigte er bei seinem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, zu dem Zweiter Bürgermeister Manuel Paula auf offener Bühne eingeladen hatte: „Danke für die Gastfreundschaft. Gott beschütze Bayerdilling“.

    Landrat Dinkelmeier dankt den Ehrenamtlichen

    Feuerwehr-Vorstand Konrad Spies zeigte sich zur Eröffnung des Abends stolz auf die 280 Helfer, die das Fest erst möglich gemacht haben und dankte dem Gast mit einem Korb örtlicher Produkte. „Hubert Aiwanger gefällt es in unserem Landkreis besonders gut“, begann Landrat Michael Dinkelmeier mit Blick auf Oppertshofen vor zwei Wochen seine kurze Ansprache. Er dankte den Ehrenamtlichen für Zuverlässigkeit, Kameradschaft und Pflichtbewusstsein.

    Schirmherr Franz Hertl und Kreisbrandrat Heinz Mayr mit mehreren Inspektionsmitgliedern waren beim politischen Abend dabei. Einen besonderen Grund hatte das Gastspiel des Musikvereins Erisdorf (Kreis Biberach): Dirigent Helmut Koller stammt aus Bayerdilling, ist in der Stadtkapelle Rain „groß geworden“ und Gründungsmitglied des Musikvereins Holzheim.

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