Dass ein Krieger- und Soldatenverein drei Tage lang ein großes Fest feiert, ist heutzutage eher eine Seltenheit. In Fünfstetten hat der KSV ein Programm auf die Beine gestellt, das sowohl jüngere als auch gesetztere Semester anlockte. „Wir haben die Generationen zusammengebracht“, fasst Festausschuss-Vorsitzender Andreas Löfflad zusammen. Dieser und seine Mitstreiter sind über das Fest anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Vereins einfach nur glücklich: „Es war ein voller Erfolg. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen.“
Die Vorbereitungen liefen seit rund zwei Jahren. Löfflad gesteht, er habe manche schlaflose Nacht gehabt. Die Feierlichkeiten seien nur möglich gewesen, weil sich zahlreiche Menschen einbrachten, die sich ansonsten in anderen Vereinen engagieren. Zudem hebt Löfflad drei Personen besonders heraus: Christa Dums, Stefan Rößner und Roland Weiß.
Gottesdienst und Gedenken beim Fest in Fünfstetten
Dank der Hilfe sei man in der Lage gewesen, das Jubiläum auf vielfältige Weise zu begehen. Da war zum einen das Gedenken an die Opfer von Kriegen, Vertreibung und Gewalt sowie das Mahnen, den Frieden und die Freiheit zu erhalten. Nach einem von Pfarrer Wolfgang Woppmann geleiteten Festgottesdienst in der Kirche in Fünfstetten gedachten die KSV-Mitglieder, Bürgermeister und Schirmherr Josef Bickelbacher, die Kameraden des Patenvereins aus Gosheim und andere Gäste am Kriegerdenkmal der Gefallenen im Ersten und Zweiten Weltkrieg.
150 Jahre Kameraden- und Soldatenverein Fünfstetten - ein rauschendes Fest
Bei einem Festakt zeichnete die Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung drei KSV-Verantwortliche aus: Vorsitzenden Alexander Engelmann, Kassiererin Christa Dums und Andreas Löfflad. Zu den Ehrengästen beim Jubiläum zählte Landrat Michael Dinkelmeier.
Band i-Düpferl und Hillus Herzdropfa füllen die Festhalle in Fünfstetten
Ebenso zum Fest gehörten das Gesellige und die Unterhaltung. Über 400 meist junge Leute besuchten die Plattenparty zum Auftakt. „Volles Haus“ hieß es in der Halle der Familie Hofer bei der Show der Stimmungsband i-Düpferl und alle 600 Karten vergriffen waren beim Auftritt des aus dem Fernsehen bekannten Kabarett-Duos Hillus Herzdropfa.
Am Festumzug am Sonntagnachmittag nahmen 29 Vereine teil: Soldaten- und Kameradenvereine aus der Umgebung von Fünfstetten sowie die Ortsvereine. Die Kapellen aus Fünfstetten. Daiting, Kaisheim und Wolferstadt sorgten für die Musik. Die Fahnenträger wurden beim Einmarsch in die Festhalle bejubelt. Ein Kindernachmittag und eine Oldtimer-Parade rundeten das Programm ab.
Derweil macht sich Andreas Löfflad bereits Gedanken, wie der Fortbestand des KSV gesichert werden kann. Es sei eine „schwierige Geschichte“, Nachwuchs zu finden. Man habe während der Feierlichkeiten aber „viele gute Gespräche geführt“.
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