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Kaisheim: Duo Saitenblicke vereint Tangos und Flamenco im Kaisersaal

Kaisheim

Zwischen Barock und Flamenco: „Duo Saitenblicke“ begeistert im Kaisheimer Kaisersaal

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    Ein brillantes Muttertagskonzert erlebte das Publikum im Kaisheimer Kaisersaal mit Feodora Johanna Mandel (Harfe) und Oliver Thiedick (Gitarre).
    Ein brillantes Muttertagskonzert erlebte das Publikum im Kaisheimer Kaisersaal mit Feodora Johanna Mandel (Harfe) und Oliver Thiedick (Gitarre). Foto: Andrea Hutzler

    Es war wohl eine der ersten Amtshandlungen des neuen Bürgermeisters Andreas Strobel, die zahlreichen Gäste zu begrüßen, die in den Kaisheimer Kaisersaal gekommen waren, um dem festlichen Konzert des „Duo Saitenblicke“ - Feodora Johanna Mandel (Harfe) und Oliver Thiedick (Gitarre) - beizuwohnen. Das herrliche Ambiente des im Regence-Stil gehaltenen Saals und dessen außerordentliche Akustik waren wie geschaffen für die beiden Instrumente, die mit filigranen, dennoch mitreißenden Klängen in die Welt des Tanzes entführten.

    Dabei war das Konzert wegen des gebrochenen Fußes der Harfenistin durchaus in Frage gestellt. Denn Mandel konnte ihre Pedalharfe wegen der Verletzung nur mit einem Fuß bedienen, was sie jedoch hervorragend meisterte.

    Unter dem Titel „Danzas – Tänzerisches für Harfe und Gitarre“ spannte das Duo den Bogen von argentinischen Tangos über spanische Folklore bis hin zu programmatisch gehaltenen südamerikanischen Melodien und französischer Kammermusik – stets mit dem Rhythmus als das Herz jedes Tanzes. Zum Auftakt erklangen drei Sätze aus der „Suite Logique“, einer seltenen Originalkomposition für diese Besetzung, komponiert von Erik Marchelie. Der „Dialog“ zwischen den Instrumenten ist eingebettet in eingängige Melodiebögen und rhythmische Präzision, was beide Interpreten durch beständigen Blickkontakt und höchste Virtuosität, bravourös meisterten.

    Zwei scheinbar völlig gegensätzliche Genres

    Nahezu programmatisch, mit folkloristischen Elementen erklangen die Sätze „Luna sobre el Paraná“ und „Alta Panará“ des argentinischen Komponisten Sergio Bosser, die auf eine Reise entlang der Landschaft des Rio Panará mitnahmen. Harfenklänge ertönten mit dem „Baroque Flamenco“ der US-amerikanischen Harfenistin und Komponistin Deborah Henson-Conant. Dabei verbindet die Komponistin zwei scheinbar gegensätzliche Genres: die klare, filigrane Struktur des von der Barockmusik geprägten Themas und die leidenschaftliche Harmonik und Rhythmik des Flamencos. Hörgenuss vom Feinsten!

    Neben Kompositionen von Boccerini und Piazolla  durfte eine der populärsten Originalkompositionen für Harfe und Gitarre nicht fehlen: Die „Suite Magica“ des Argentiniers Máximo Diego Pujol. Bei den vier Sätzen wechselten stets lyrische und rhythmisch pulsierende Passagen der in der argentinischen Musiktradition stehenden Tanzsätze.

    Ein wirklich fantastischer Konzertabend

    Etwas melancholischere Klänge fanden sich in den gespielten Sätzen aus den „Danzas Espanolas“ von Enrique Granados. Mit dem bekannten Tango „La Cumparsita“ des aus Uruguay stammenden Komponisten Gerardo Matos Rodriguez beschloss das „Duo Seitenblicke“ den fantastischen Konzertabend, der vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.

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