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Sportlerin des Jahres: Nina Mayer beginnt neues Kapitel im Triathlon

Sportlerwahl

Über eine „Phase“ ist Nina Mayer längst hinaus

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    Triathletin Nina Mayer darf nun ein Jahr lang den Wanderpokal für die Sportlerin des Jahres hüten.
    Triathletin Nina Mayer darf nun ein Jahr lang den Wanderpokal für die Sportlerin des Jahres hüten. Foto: Stephanie Anton

    Dass Nina Mayer sich gerne bewegt, wurde schon im zarten Alter von drei Monaten deutlich: „Da hat sie sich schon zum ersten Mal umgedreht“, erinnert sich ihre Mutter Andrea Mayer schmunzelnd an den frühen Bewegungsdrang ihrer Tochter. Heute ist klar, das war ein Fingerzeig, denn Nina ist eine der erfolgreichsten jungen Triathletinnen aus der Region. Angesichts ihrer jüngsten Erfolge, Top-Ten-Platzierungen beim DTU-Jugendcup, in dem die besten Triathlon-Talente Deutschlands an den Start gehen, und ihrer Jugend-EM-Teilnahme, wählten die Leserinnen und Leser der Donauwörther Zeitung sie zur Sportlerin des Jahres.

    „Das kam unerwartet, hat mich aber sehr gefreut“, betont die Schülerin angesichts ihrer Wahl. „Es bedeutet mir sehr viel, dass mich so viele Leute gewählt haben“, fügt sie hinzu. Den mit dem Gewinn verbundenen Gutschein von Expert Arndt in Donauwörth könne sie gut gebrauchen. Schließlich beginnt für Nina an diesem Wochenende ein neuer Lebensabschnitt. Sie zieht nach Nürnberg, wo sie künftig ein Sport-Internat besuchen wird.

    Triathlon wird zur Passion für Nina Mayer

    Dass sie diesen Schritt einmal wagen wird, davon war vor vier Jahren noch nicht auszugehen. Damals spielte sie noch Tennis beim TSV Harburg. „Auf einem Vereinsfest hat mich ein Triathlon-Trainer angesprochen, ob ich nicht mal ein Probetraining machen will“, erinnert sich Nina. Hierbei stellte sich schnell ihr Talent für den Triathlon-Sport heraus - und der Spaß, den er ihr bereitet. Nach ihrem ersten Duathlon folgten weitere Wettkämpfe. „Wir dachten erst, das ist nur eine Phase“, lacht Andrea Mayer. Doch darüber ist Nina längst hinaus. Mittlerweile ist sie Mitglied des Bayern-Kaders und nimmt an nationalen und internationalen Wettkämpfen teil.

    Teil der Förderung der jungen Kaderathleten sind regelmäßige Trainingslager. Zuletzt ging es für zwei Wochen nach Mallorca. Dafür muss die Schule - bislang ging sie aufs Donauwörther Gymnasium - sie freistellen. Zumindest, solange ihre schulischen Leistungen gut genug sind. Angesichts der vielen Trainingslager müssen die jungen Kaderathleten auch gute Noten haben, „sonst sinkt man da schnell ab“, erklärt Andrea Mayer. In wenigen Wochen geht es für Nina schon wieder ins nächste Trainingslager, diesmal in die Toskana. Die Fahrten werden vom Bayernkader mitfinanziert. Für die Familien der Nachwuchs-Triathleten ein wichtiger Aspekt, denn die Fahrt- und Unterbringungskosten sowie die Ausrüstung - allem voran das teure Rennrad - bedeuten einen beträchtlichen finanziellen Aufwand.

    Starke Nachwuchsarbeit in der Triathlon-Abteilung des TSV Harburg

    Doch beim TSV Harburg profitieren die Familien der jungen Triathleten von der starken Jugendarbeit des Vereins bzw. der Abteilung. Nina konnte sich früh an den starken Harburger Nachwuchssportlern, wie den etwas älteren Luis Rühl oder Chiara Göttler, orientieren. Und sie hatte Ansprechpartner direkt vor Ort. „Wir waren froh, dass man sie fragen konnte, wie das bei den Wettkämpfen abläuft und die ganze Organisation. Da haben uns die Familien Rühl und Göttler viel geholfen“, sagt Andrea Mayer. Auch die Fahrräder würden abteilungsintern mitunter an jüngere Athleten weiterverkauft.

    Mal abgesehen von den Autofahrten zu manchen Einheiten stemmt Nina ihren Trainingsalltag alleine. Zwei bis drei Einheiten absolviert sie jeden Tag. „Wir halten uns raus, man muss sie nicht antreiben“, sagt ihre Mutter. Teilweise steht sie sogar um fünf Uhr morgens auf, um vor der Schule noch zum Frühschwimmen zu gehen. Der Sprung ins Wasser kostet da schon Überwindung, muss Nina zugeben. Aber das Wissen um das „schöne Gefühl“ beim Sport und vor allem danach, treibe sie an. Die Frage, ob sie bei so viel Zeit, die der Sport einnimmt, das Gefühl habe, etwas zu verpassen, kann Nina klar verneinen. „Ich brauche nicht so viele soziale Kontakte wie vielleicht andere und muss nicht oft feiern gehen“, sagt sie. Stattdessen macht sie der Sport ausgeglichener, wie Andrea Mayer erklärt.

    Nina Mayer hofft darauf, in der Bundesliga zu starten

    Für die Zukunft hat sich Nina einiges vorgenommen. In diesem Jahr will sie in der DTU-Cup-Serie unter die besten fünf Athletinnen kommen. In der Liga wird sie 2026 mit der Regionalliga-Frauenmannschaft des TSV Harburg an den Start gehen. Danach hofft sie auf ein Engagement bei einem Verein mit einem Erst- oder Zweitliga-Team. Ob sie einmal wie ihr Idol, Ironman-Weltmeisterin Laura Philipp (2024), über die Langdistanz starten will, weiß sie noch nicht. Aber auch auf kürzeren Strecken kann Nina sicher sein, dass es sie wieder packt, dieses „schöne Gefühl“ beim Sport.

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