Dass in der Gemeinde Daiting ein Konzept gegen Überschwemmungen nach Starkregen nötig ist, zeigte sich in der Vergangenheit wiederholt. Die Ussel trat einige Male über ihre Ufer und von den Hängen schossen Wassermassen in bewohntes Gebiet. Deshalb hat die Kommune ein sogenanntes Sturzflut-Risikomanagement gestartet. Im Rahmen dieser Maßnahme untersuchte ein Ingenieurbüro die Fluren. Das Gutachten ist jetzt fertig. Einige Eckpunkte stellte Friedrich Eckmeier im Gemeinderat vor.
Das Ergebnis fasst Bürgermeister Roland Wildfeuer so zusammen: „Wir wissen jetzt, wo Gefahrenpunkte vorhanden sind.“ Es habe sich beispielsweise bestätigt, dass von der Ussel aufgrund ihres großen Einzugsgebiets eine Hochwassergefahr ausgehe. Die Fluten könnten aber auch über Äcker und Wiesen in die Dörfer gelangen. Dies war zuletzt nach starken Regenfällen 2020 und 2024 der Fall. Daiting und Hochfeld seien durch ihre Tallage besonders gefährdet, Natterholz teilweise.
Rückhaltebecken könnten in der Gemeinde Daiting die Fluten bremsen
Im Detail stellt das Büro sein Gutachten nach Auskunft von Wildfeuer voraussichtlich am 18. Juni der Bevölkerung vor. Eine Erkenntnis ist dem Bürgermeister zufolge: Es seien Maßnahmen möglich, um das Risiko zu verringern. Dazu gehörten zum Beispiel Rückhaltebecken. Um solche errichten zu können, müssten die jeweiligen Eigentümer der Flächen mit ins Boot geholt werden. Klar sei zudem, dass mancher Hausbesitzer selbst tätig werden sollte, um sein Anwesen vor Sturzfluten zu schützen.
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