Der April hat seinem Ruf im Hinblick auf stark schwankende Temperaturen wieder mal alle Ehre gemacht. Dies stellt Wetterbeobachter Werner Neudeck aus dem Donauwörther Stadtteil Riedlingen fest. Die Tageshöchstwerte schwankten zwischen kühlen zehn Grad und erfreulichen 23,2 Grad. Ähnlich wie im März war diesen Monat der Sonnenschein recht zufriedenstellend, denn mit 183 Sonnenstunden wurde das Soll von 160 Stunden deutlich überschritten.
Der Monat startete in den ersten Tagen mit relativ viel Sonnenschein und zweistelligen Pluswerten, aber auch leichtem Nachtfrost. Die für viele Menschen erfreuliche Änderung geschah am Ostersonntag. Warmluft aus dem Süden ließ die Temperatur am Messpunkt in Riedlingen auf 22,8 Grad steigen und die Sonne war ganztags präsent. Einem angenehmen Osterspaziergang stand also nichts im Wege. Diese Schönwetterperiode dauerte bis zum 9. April an.
Am 18. April erreicht die Temperatur in Riedlingen einen Wert von 23,2 Grad
Doch dann beendete stark fallender Luftdruck die angenehme Witterung und es setzte bei deutlich sinkenden Temperaturen fünf Tage lang geringer Niederschlag ein, den die Natur allerdings gut brauchen konnte. Diese eher unfreundliche Wetterlage hielt bis zum 15. April an. Es wäre nicht der April, wenn es nicht erneut zu einem Wetterumschwung gekommen wäre. Denn nun stieg die Temperatur bei ganztägigem Sonnenschein am 18. April bis auf nahezu sommerliche 23,2 Grad an. Doch damit war es in den nächsten Tagen schnell vorbei. Das Hoch „Uli“ schaufelte Kaltluft aus dem Norden nach Nordschwaben. Bei heftigem Wind sank die Maximaltemperatur auf zwölf Grad. Auch die Minimaltemperatur erreichte einen Wert von nur noch 1,5 Grad.
Nachdem sich das Hoch „Uli“ nach Osten verlagert hatte, ging es mit den Temperaturen bei wolkenlosem Himmel Tag für Tag bergauf und bei 23 Grad fühlte man sich eher im Monat Mai, der ja vor der Haustüre stand.
Im April fällt im Raum Donauwörth nur ein Viertel der üblichen Regenmenge
Das erste Monatsdrittel war bereits ausgesprochen trocken, denn es fielen nur am 4. April 2,4 Liter pro Quadratmeter. Auch bis Monatsmitte waren erst 24 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags erreicht. Das bereits genannte Hoch sorgte dafür, dass die extreme Trockenheit bis Monatsende erhalten blieb und insgesamt nur 24 Prozent des üblichen Wertes erreicht wurden.
Hier noch ein paar statistische Werte: Die Durchschnittstemperatur lag im April 2026 bei 10,7 Grad (normalerweise 10,0 Grad), das Maximum bei 23,2 Grad und das Minimum bei minus 0,8 Grad. Es gab meteorologisch keinen „kalten“ Tag (normalerweise fünf), zwei „Frosttage“ (normalerweise drei), acht „warme Tage“ (normalerweise sieben) und keinen „Sommertag“ (normalerweise einer). (wene)
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