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Friedberg: Schlosspark in Friedberg durch Graffiti verunstaltet

Friedberg

Schlosspark in Friedberg durch Graffiti verunstaltet

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    Der Friedberger Schlosspark ist von Graffiti-Schmierereien betroffen – wenige Monate vor der Landesausstellung und mitten in der Sanierung.
    Der Friedberger Schlosspark ist von Graffiti-Schmierereien betroffen – wenige Monate vor der Landesausstellung und mitten in der Sanierung. Foto: Reiner Teuber

    „Phat“ und „Virus“ – diese Begriffe zieren derzeit etliche Stellen in der Friedberger Innenstadt. Insgesamt 16 Fälle, in denen ein unbekannter Graffiti-Sprayer sein Unwesen getrieben hat, waren der Polizei bereits bekannt. Am Freitag wies ein Leser der Friedberger Allgemeinen dann darauf hin, dass auch der Schlosspark betroffen ist, der gerade mit Blick auf die Landesausstellung ab dem Frühjahr neu gestaltet wird. Noch gibt es keine Spur zum Täter.

    Neue Sitzbänke am Friedberger Schloss mit Graffiti besprüht

    „Wir haben uns diese Woche bei einem Spaziergang den Fortschritt der Bauarbeiten im Schlosspark angeschaut“, teilte Leser Reiner Teuber aus Friedberg unserer Redaktion mit. „Dabei mussten wir feststellen, dass auch dort zahlreiche Gegenstände beschmiert wurden.“ Unter anderem sind die gerade erst aufgestellten Sitzblöcke bereits verunstaltet. „Die Spur der Schmierereien zieht sich vom Spielplatz entlang des Weges, die Treppe hinauf, die Stadtmauer entlang bis zum Friedberger Berg“, so Teuber. Immer wieder tauchen die Schriftzüge „Phat“ und „Virus“ auf.

    Immer wieder tauchen die Schriftzüge ""Phat" und Virus" in den Graffitis in Friedberg auf.
    Immer wieder tauchen die Schriftzüge ""Phat" und Virus" in den Graffitis in Friedberg auf. Foto: Reiner Teuber

    Martin Binder von der Friedberger berichtet, der konkrete Fall sei den Beamten bisher noch nicht bekannt gewesen, dafür aber insgesamt 16 andere, verteilt durch das Friedberger Zentrum (wir berichteten). „Die Hinweise passen von der Bewegungsrichtung des Täters her ins Bild“, sagt Binder. „Wir haben es mit einer Serie zu tun.“ Zuvor aufgenommen hatte die Polizei nämlich schon Sachbeschädigungen durch Graffiti an zwei Ständen des Friedberger Advents, der Wand eines Wohnhauses an der Stadtmauer, einer Holztüre in der Schmiedgasse sowie in mehreren Fällen in der Ludwigstraße, Münchner Straße, Frühlingsstraße und am Marienplatz.

    Friedberg: Eigentümer müssen Graffiti selbst beseitigen

    Die Schäden betragen insgesamt nach Angaben der Polizei – ohne Schlosspark – knapp 3000 Euro. Alle Taten ereigneten sich nach bisherigen Erkenntnissen zwischen dem 23. und dem 30. Dezember. Für die Beseitigung der Schmierereien sind die Eigentümer selbst verantwortlich – zum Teil ist dies die Stadt. Sobald der Täter geschnappt wird, können die Betroffenen dann zivilrechtliche Ansprüche gegen ihn geltend machen. Die Friedberger Polizei ermittelt nun mit Unterstützung der „Arbeitsgruppe Graffiti“ des Polizeipräsidiums Schwaben Nord in Augsburg.

    Die Schmierereien kommen gerade ganz besonders zur Unzeit: Der Schlosspark soll Bestandteil der Bayerischen Landesausstellung ab dem 29. April sein und in ihrem Rahmen sozusagen selbst zum „Ausstellungsstück“ werden. Die Sanierung dauert planmäßig noch bis zum Frühjahr. Der Schlosspark ist während der Arbeiten großteils gesperrt. Die Maßnahmen beinhalten unter anderem die Sanierung der Parkwege, den Neubau des Spielplatzes als Abenteuerbereich für Besucher jeden Alters und den Wegeanschluss zum Friedberger Berg. Zuletzt waren etwa 1,4 Millionen Euro an Kosten offen – der Freistaat gibt jedoch einen Zuschuss von 840.000 Euro.

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