Ein gereizter Grundton und gegenseitiges Misstrauen prägen schon seit Jahren die Sitzungen des Meringer Marktgemeinderates. Dieser unerfreuliche Umgang miteinander ist leider nicht nur das Privatvergnügen der Gemeinderäte, sondern er schadet der Entwicklung der Marktgemeinde.
Das zeigt aktuell sehr eindrücklich die Posse um die Verkehrsproblematik am Meringer Schulzentrum. Fürchtet Bürgermeister Hans-Dieter Kandler wirklich so sehr die Dienstaufsichtsbeschwerden der Grünen, dass er sich nicht traute, die Abstimmungspanne gleich zu korrigieren? Oder war es eher ein Denkzettel nach dem Motto: „Ihr wollt immer, dass ich mich bis ins Kleinste an die Geschäftsordnung halte – da seht ihr mal, was ihr davon habt!“
Im Ergebnis macht es keinen Unterschied. Letztendlich führte das schlechte Miteinander dazu, dass das neue Verkehrskonzept scheiterte, obwohl eine Mehrheit im Gemeinderat die Lösung eigentlich wollte. Da kann man sich dem Appell von Ehrenbürgerin Ellen Kratzer wirklich nur anschließen. Sie hatte beim Jahresabschlussessen die Räte gebeten, mit mehr Offenheit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit ins neue Jahr zu gehen.
In Sachen Schulzentrum könnten sie da gleich anfangen und mit einem gemeinsamen Antrag die Angelegenheit noch einmal zur Abstimmung bringen. Es geht schließlich um die Sicherheit von rund 1600 Kindern. Das sollte wichtiger sein als alle Zankereien.
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