Die Friedberger Innenstadt geht durch harte Zeiten. Die neue Citymanagerin Bianca Roß hat in ihrem ersten Jahr viel dazu beigetragen, die Folgen der Corona-Krise und der Großbaustelle Bahnhofstraße abzumildern. In Zukunft warten weitere Aufgaben auf sie - nicht zuletzt das Einzelhandelskonzept.
Sicher ist es nicht Bianca Roß allein zuzuschreiben, dass in Friedberg vieles gut läuft. Auch beim Aktiv-Ring weht ein frischer Wind und Kreative wie der Werbefachmann Wolfram Grzabka sind engagiert mit dabei. Trotzdem muss man der 39-Jährigen Respekt zollen für ihre vielen kreativen Ideen - und vor allem dafür, dass sie diese tatkräftig, scheinbar mühelos und mit großer Geschwindigkeit umsetzt. Das im Zusammenspiel einer Stadtverwaltung und unabhängiger Gewerbetreibender hinzubekommen, ist eine echte Leistung.
Bianca Roß hat als Friedberger Citymanagerin viel auf die Beine gestellt
Bianca Roß ist eine gute Netzwerkerin und ein Gewinn für Friedberg, sie weiß aber auch, dass sie sich nicht ausruhen kann. Es ist schwer absehbar, wie sich die Pandemie langfristig wirtschaftlich auswirken wird. Schon jetzt ist aber messbar, dass sie mit rasanter Geschwindigkeit Trends wie Online-Shopping oder auch Mobile Office vorangetrieben hat.
Der Trend in Innenstädten wird hingehen zu mehr Gastronomie, zum Erlebnis-Aufenthalt, bei dem ein Einkauf vor Ort einen Mehrwert zum bequemen Klick im Internet bieten muss. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, das Einzelhandelskonzept, das gerade erstellt wird, hier tatsächlich als Werkzeug zu verwenden, das hilft, diesen Wandel aktiv zu gestalten.