In Mering wird immer deutlicher, dass an allen Ecken und Enden saniert werden muss. Über Jahre hinweg hat man gewartet, nicht rechtzeitig ausgebessert und dadurch am falschen Fleck gespart.
Denn eine komplette Neuanschaffung ist meist teurer als eine rechtzeitige Instandhaltung. Das Bürgerzentrum Schlossmühle, der Brunnen am Rathaus oder die Situation am Kanalnetz – die Liste wird immer länger. Die Sportanlage am Schulzentrum wurde jedenfalls komplett verschludert.
Zuerst hat man sich nicht darum gekümmert, dann ließ sich der damals amtierende Bürgermeister Hans-Dieter Kandler auf ein jahrelanges Hin und Her mit dem Landkreis ein und stellte sich bei der Kostenübernahme auf stur. Soll doch der Landkreis den Löwenanteil bezahlen, wenn er die Laufbahnen und Leichtathletikanlagen auch hauptsächlich für Gymnasium und Realschule nutzt, so sein Tenor.
Sportanlage in Mering: Für Sanierung fehlen Untersuchungen
Als kein Sportunterricht mehr stattfinden konnte und sich der Landkreis nicht mehr länger den schwarzen Peter zuschieben lassen wollte, wurden die Planer vorgeschoben. Sie hätten die notwendigen Unterlagen nicht rechtzeitig beigebracht. Warum hat man aber nicht einmal daran gedacht, ein Baugrundgutachten in Auftrag zu geben? Das ist doch die Grundlage, um zu wissen, was alles saniert werden muss.
Die CSU mit dem fürs Gymnasium sehr engagierten Stefan Enzensberger hatte zwar immer wieder nachgefragt und gedrängt. Doch auch der Fraktion des damals noch zweiten Bürgermeisters Florian Mayer ist es nicht gelungen, einen früheren Sanierungsstart durchzusetzen. Als neuer Bürgermeister hat Mayer die Dinge nun selbst in der Hand. Jetzt muss er sich daran messen lassen, ob er wirklich die vielen offenen Baustellen in Angriff nimmt. Durch den jahrelangen Sanierungsstau hat sich einiges angesammelt – und Kandlers Sparkurs hat nicht für eine gut gefüllte Gemeindekasse gesorgt.
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