Es ist schwer zu beschreiben, wie eindringlich und besonders das Erlebnis des Friedberger Altstadtfests ist, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Zehn Tage lang versetzt sich die ganze Stadt zurück in ihre barocke Vergangenheit – und ich bin mittendrin. An einer Ecke werden Bienenwachskerzen traditionell hergestellt, an einer anderen jauchzen Kinder in historischen Gewändern auf einem Karussell, das von Hand angetrieben wird. Folgt man dem krachenden Hämmern rund um die Kirche, stößt man auf Schmiede, die Pfeilspitzen über offenem Kohlefeuer formen. Auf dem Kirchplatz lodern Lagerfeuer, um die sich das Historische Fahrende Volk versammelt und tanzt. In der benachbarten Gasse weicht die Barockmusik einem humorvollen Schauspiel zu Ehren Mozarts. Und überall – in Gassen, an Ecken und auf Plätzen – spielen Kinder Instrumente: vielleicht nicht perfekt, aber immer mit Herz.
Friedberg
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