Zweimal musste der Fahrassistent die Notbremse ziehen, als Sarah (Name geändert) mit ihrem Auto nach der Diagnose von ihrer Frauenärztin nach Hause fuhr: Ihr nur wenige Wochen altes Kind im Bauch hat keinen Herzschlag mehr – in Fachsprache auch „missed abortion“ genannt. „Ich war einfach nur in einem Schockzustand und hätte eigentlich echt nicht Auto fahren dürfen“, erinnert sie sich heute, ein Dreivierteljahr später. Dass sie das so offen erzählt, ist alles andere als selbstverständlich, denn obwohl viele Schwangere die Erfahrung einer Fehlgeburt machen, sprechen nur die wenigsten darüber, erst recht nicht öffentlich. Manchmal weiß nicht mal der engste Kreis von dem tragischen Verlust.
Aichach-Friedberg
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