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Kommentar: Sperrung am Friedberger Marienplatz hat sich bewährt

Kommentar

Sperrung am Friedberger Marienplatz hat sich bewährt

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    Vor allem an der ungeschlachten Möblierung und den unpassenden Pflanzen der "Wohlfühloase" entzündete sich die Kritik. Doch insgesamt ist die Sperrung nur sinnvoll.
    Vor allem an der ungeschlachten Möblierung und den unpassenden Pflanzen der "Wohlfühloase" entzündete sich die Kritik. Doch insgesamt ist die Sperrung nur sinnvoll. Foto: Manuel Rank (Archivbild)

    Kaum zu glauben, aber wahr: Was andernorts funktioniert, geht tatsächlich auch in Friedberg. Nach dem Vorbild der Stadt Günzburg wurde im Sommer versuchsweise eine kleine Fußgängerzone zwischen Rathaus und Marienbrunnen eingerichtet. Das ist insofern etwas Neues, als die hiesige Stadtpolitik gemeinhin von der Einzigartigkeit Friedbergs überzeugt ist, was die Orientierung am erfolgreichen Handeln anderer Kommunen schlichtweg unmöglich macht.

    Vor allem an der ungeschlachten Möblierung und den unpassenden Pflanzen der "Wohlfühloase" entzündete sich die Kritik. Doch insgesamt ist die Sperrung nur sinnvoll.
    Vor allem an der ungeschlachten Möblierung und den unpassenden Pflanzen der "Wohlfühloase" entzündete sich die Kritik. Doch insgesamt ist die Sperrung nur sinnvoll. Foto: Manuel Rank (Archivbild)

    Zum Glück gab es schon im Vorfeld genügend warnende Stimmen vor den Folgen der Sperrung. Auf der Westseite des Rathauses entstehe eine schwierige Verkehrssituation, lautete ein Gegenargument. Es gebe keinen Nutzen, wohl aber viele negative Auswirkungen, so ein anderes. Und überhaupt: Wie sollen die Friedberger und ihre Besucher mit dem Auto dann noch in die Parklücken treffen, wenn sie plötzlich von der anderen Seite her kommen? 

    Mehr Aufenthaltsqualität am Friedberger Marienplatz

    Nichts von all dem ist eingetreten. Der halbjährige Probebetrieb hat kaum Probleme, dafür aber eine deutliche Erhöhung der Aufenthaltsqualität an dieser zentralen Stelle der Innenstadt mit sich gebracht. Kritik entzündete sich allenfalls an der ungeschlachten Möblierung und den unpassenden Pflanzen, mit der die Mini-Fußgängerzone dekoriert wurde. Das soll sich aber ändern, wenn die Sperrung zur Dauereinrichtung wird. 

    Gefährdet wird das Vorhaben allenfalls durch die Ideen, die bereits im Bauausschuss anklangen - von der Baumpflanzung über die Neupflasterung samt Terrasse vor dem Eiscafé bis zur Anlage einer Behindertenrampe am Brunnen reichten die Wünsche. Es wäre nicht das erste Mal, dass in Friedberg ein Projekt durch solche Überfrachtungen zu Fall gebracht wird.

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