Zehn Tage im Jahr entfaltet der Friedberger Volksfestplatz Charme - vor allem abends, wenn auf dem Volksfest bunte Lichter funkeln. Die restliche Zeit zeigt er sich als hässliche Asphaltfläche, garniert mit viel Blech, auf der morgens und mittags kurz Chaos aufwallt, wenn Busse Schülermassen bringen und abholen. Es zeichnet sich nicht ab, dass die mehr als 2,4 Millionen Euro teure Neugestaltung daran viel ändert.
Der Friedberger Volksfestplatz hat sich unstrukturiert entwickelt
Die letzten Jahrzehnte waren von einer recht unstrukturierten Entwicklung geprägt, obwohl es sich um eine große prominent gelegene Fläche handelt. Da die Stadt gegenüber dem Landkreis vertraglich verpflichtet ist, eine Haltestelle für die Vinzenz-Pallotti-Schule anzulegen, und durch die geplante Erweiterung des Feuerwehrhauses weitere Veränderungen bevorstehen, ist es richtig, endlich ein Gesamtkonzept für das Areal zu entwickeln.
Die Zwänge, die das namensgebende Fest schafft, schränken natürlich den Gestaltungsspielraum ein. Allerdings wirkte es im Bauausschuss so, als sei das Zweitwichtigste, möglichst viele Parkplätze zu generieren. Schüler werden weiter in einen engen Bereich am Rand gezwängt. Grün werden allenfalls die Rasengittersteine auf den Parkflächen. Noch dazu ließ der unmotiviert klingende Vortrag der Vertreterinnen des beauftragten Büros für Landschaftsarchitektur in der Sitzung wenig Hoffnung auf Kreativität keimen. Hässlich bleibt also hässlich, Asphalt und Blech dominieren - auch für viel Geld.
Lesen Sie dazu den Artikel:Der Friedberger Volksfestplatz wird neu gestaltet
Das könnte Sie auch interessieren: