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Landkreis Aichach-Friedberg: Hochwasser: An wenigen Problempunkten ist Feuerwehr noch aktiv

Landkreis Aichach-Friedberg

Hochwasser: An wenigen Problempunkten ist Feuerwehr noch aktiv

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    Kräfte des Ortsverbands Dachau des Technischen Hilfswerks pumpen an der B2 an der Grenze von Kissing und der Stadt Augsburg Wasser aus dem Kanal um eine Engstelle herum. Damit soll der Grundwasserdruck vom Kanalsystem genommen werden. Das Foto zeigt (von links) Christoph Schultes, Tobias Unger, Maximilian Weber und Truppführer Sebastian Kaspar.
    Kräfte des Ortsverbands Dachau des Technischen Hilfswerks pumpen an der B2 an der Grenze von Kissing und der Stadt Augsburg Wasser aus dem Kanal um eine Engstelle herum. Damit soll der Grundwasserdruck vom Kanalsystem genommen werden. Das Foto zeigt (von links) Christoph Schultes, Tobias Unger, Maximilian Weber und Truppführer Sebastian Kaspar. Foto: Bernhard Weizenegger

    Mehr als eine Woche, nachdem Dauerregen das Wittelsbacher Land mit Hochwasser überzogen hat, sind die Aufräumarbeiten im Landkreis Aichach-Friedberg vielerorts abgeschlossen. Es gibt aber noch einige Problempunkte im Landkreis, teilt Melanie Royer von der Pressestelle des Landratsamts am Sonntag auf Anfrage mit. Gleichzeitig werden im Landratsamt die bereits eingegangenen Anträge auf Soforthilfe bearbeitet.

    Zu den Problempunkten zählen laut Royer der Rehlinger Ortsteil Oberach, der Friedberger Baggersee, der Bereich Mering und Kissing sowie Friedberg-St. Afra. Dort laufen auch vereinzelt noch Einsätze der Feuerwehr, die zum Beispiel Keller auspumpt und Kanalnetze stabilisiert. 

    Rehling-Oberach: Im Rehlinger Ortsteil Oberach stehen am Sonntag laut Landratsamt immer noch Keller im Wasser, die derzeit wegen des immer noch zu hohen Grundwasserspiegels nicht abgepumpt werden können.

    Friedberg: Beim Friedberger Baggersee ist laut Landratsamt die Höhe des Wasserspiegels problematisch für die angrenzenden Häuser. Er stehe daher unter stetiger Beobachtung, so Royer. In Friedberg-St. Afra sind noch mehrere Häuser derzeit nicht an die Abwasserversorgung angeschlossen. 

    Feuerwehrkommandant Michael Geiger informiert am Sonntag, die Friedberger Feuerwehr habe "alles im Griff". Es gebe einige Stellen im Stadtgebiet und den Ortsteilen zu beobachten, doch die Lage sei nicht akut. "Im Gebiet Unterm Berg/Afrastraße/Augsburger Straße werden weiterhin Keller ausgepumpt - die Feuerwehr ist auch am Wochenende vor Ort anzutreffen", so die Informationen der Stadt Friedberg.

    Mering/Kissing: Hier wird laut Melanie Royer vom Landratsamt nach wie vor an der Stabilisierung des Kanalnetzes gearbeitet. 

    Der Meringer Bürgermeister Florian Mayer informiert am Sonntagmorgen: "Die Grundwasserpegel sind nach wie vor sehr hoch." Er wird nicht müde und ruft zum Wassersparen auf. "Vermeiden Sie Vollbäder, Wäschewaschen und versuchen Sie, so wenig wie möglich zu spülen." Feuerwehrkommandant Andreas Regau sagt: "In St. Afra laufen noch immer zwei große Pumpen." Feuerwehr und Bauhof pumpen im Sechs-Stunden-Wechsel. 

    Auch Kissings Bürgermeister Reinhard Gürtner kann für das Kanalnetz in Kissing noch keine Entwarnung geben: "Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels, ist es weiterhin belastet." Er schließt sich der Aufforderung seinem Meringer Amtskollegen zum Wassersparen an. 

    Wertstoffhöfe: Für Montag ist laut Melanie Royer vom Landratsamt keine außerplanmäßige Öffnung von Wertstoffhöfen mehr geplant. 

    Paar: Die Paar ist am Sonntagnachmittag an den Pegeln in Mering, Dasing und Aichach unter der Meldestufe 1. 

    Straßen: Im Bereich Friedberg sind laut Auskunft vom Sonntag noch die Afrastraße und die Wittenbergerstraße gesperrt. Für den Raum Aichach stammt die aktuellste Information vom Freitag. Demnach sind im Raum Kühbach die Straßen zwischen Unterbernbach und Stockensau sowie zwischen Paar und Haslangkreit sowie die Kreisstraße zwischen Paar und Radersdorf gesperrt, letztere voraussichtlich bis 28. Juni. In Rehling ist demnach der Strudelweg gesperrt. In Aichach sind es die Maxstraße zwischen Ecknach und Unterschneitbach und die Verbindung über die Tränkmühle Richtung Sulzbach. 

    Soforthilfe: Im Landratsamt in Aichach sind bis Sonntag, 11 Uhr, 85 Soforthilfeanträge eingegangen, berichtet Melanie Royer. Davon seien zehn auszahlungsbereit, 19 fertig bearbeitet und in der finalen Prüfung und 56 in Bearbeitung, bei denen aber noch Unterlagen fehlen. Sieben Anträge waren noch nicht bearbeitet. 

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