Ein kühles Getränk in der Feierabendsonne, ein ausgiebiger Wochenendausflug: Die warmen Tage sind längst da und es zieht die Menschen in der Region nach draußen und in die Biergärten. Viele Gaststätten haben ihre Außenbereiche bereits geöffnet, aber in der Kussmühle in Friedberg heißt es noch: abwarten.
Denn noch hat sich kein neuer Pächter für das beliebte Lokal in der Nähe des Friedberger Sees gefunden. „Aktuell sind Gespräche mit Interessenten im Gange“, erklärt Umberto Freiherr von Beck-Peccoz, Geschäftsführer der Brauerei Kühbach, die mit den Eigentümern der Gastwirtschaft kooperiert.
Die Eigentümer der Kussmühle in Friedberg befinden sich mit mehreren Interessenten im Gespräch
Wie unsere Redaktion berichtete, mussten die bisherigen Pächter Caro Dubitzky und Ruben Heß, die die Kussmühle im Familienbetrieb geführt hatten, zum 1. Februar die Türen schließen. Erst letzten Mai hatte das Paar die traditionsreiche Gaststätte nach einer Sanierungsphase übernommen. Was die Gründe für die Schließung betrifft, hielten sich die Wirtsleute bedeckt. Brauereichef von Beck-Peccoz vermutete im Februar eine wirtschaftliche Schieflage des Betriebs.
Wie es jetzt mit der Kussmühle weitergeht, liege im Moment noch in der Schwebe, erklärt einer der Eigentümer. Seinen Namen möchte er nicht in der Zeitung lesen. „Inzwischen haben sich mehrere Interessenten gemeldet. Es gibt bereits einen engeren Bewerberkreis“, sagt er. Es sei damit zu rechnen, dass zeitnah die Entscheidung über die neue Verpachtung getroffen werden kann. Mit Blick auf den aktuellen Stand der Gespräche geht der Eigentümer davon aus, dass spätestens im Sommer endlich wieder Gäste im lauschigen Biergarten der Kussmühle sitzen werden.
Die Suche nach einem neuen Pächter für die Kussmühle begann erst im März
Grund für den verzögerten Pächterwechsel sei auch ein „Übergabeproblem“ gewesen, sodass die Suche nach einem neuen Wirt oder einer neuen Wirtin erst Anfang März beginnen konnte. Welche Art von Küche die Gäste in Zukunft in der Kussmühle erwarten wird, bleibt also weiterhin ungewiss. Zuletzt wurden schwäbisch-bayerische Gerichte, Burger und vegane Speisen angeboten; davor hatte die Familie Kalkanteras rund zweieinhalb Jahre lang das griechische Lokal Limani in der Kussmühle geführt. Umberto von Beck-Peccoz zeigte sich zuletzt aufgeschlossen, was das gastronomische Angebot in der historischen Gastwirtschaft anbelangt: „Die Gastronomie kann klassisch bayerisch sein, aber auch gern mit einer guten ausländischen Küche“, sagt der Geschäftsführer der Brauerei Kühbach im Februar.
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