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Mering: "Dotterlüttchen" aber auch: NTM Kids legen starke Premiere hin

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"Dotterlüttchen" aber auch: NTM Kids legen starke Premiere hin

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    Mit der Hühnereierauffangsammelschutzportioniermaschine können die Opdeldoks leichter ihre Eier einsammeln.
    Mit der Hühnereierauffangsammelschutzportioniermaschine können die Opdeldoks leichter ihre Eier einsammeln. Foto: Heike John

    Freudig aufgeregte Geschwister, gespannte Eltern und stolze Großeltern füllten bei der Premiere am vergangenen Samstag das Dachtheater in der Schlossmühle bis auf den letzten Platz. Dann wurde es mucksmäuschenstill, als sich die Lichter der Technik zur Bühne hin richteten, wo Regisseurin Simone Seitz und ihre Assistentin, die 13-jährige Theresa Weighardt, zusammen mit ihren 18 Theaterkindern einzog. Mit „Die Opodeldoks“ bringen die jüngsten Theaterspielerinnen und -spieler, die NTM Kids im Alter von fünf bis 13 Jahren, ein weiteres Stück des Autors Paul Maar und des langjährigen Drehbuchautors und Regisseurs der Augsburger Puppenkiste Sepp Strubel auf die Bühne.

    Verrückt-lustiges Stück der Meringer NTM Kids

    „Der Junge ist anders“, so stellen die Opodeldoks fest und machen sich Sorgen um ihr „Deldokchen“, gespielt vom zwölfjährigen Maxi Aindling. Während sich seine Familie, umgeben von vielen Hühnern im Grasland, mit der Eiersuche zufriedengibt und Opadeldok mit einem genussvollen „Dotterlütchen“ seiner Freude auf das Eifrühstück Ausdruck gibt, will der kleine Deldok unbedingt wissen, was hinter den Bergen liegt, die seine Heimat umgeben. Zwar entwickelt er noch die Hühnereierauffangsammelschutzportioniermaschine, wie der Jungschauspieler ohne Stolperer erklärt, aber seine Gedanken schweifen mit einem herüber gewehten Blatt schon auf die Seite jenseits der Berge. Zum Glück gibt es die Henne Helene, mit der er sich auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise ins Waldland begibt. Mit dem zehnjährigen Julian Richler findet die agile Henne die perfekte Besetzung.

    Mit dem Textbuch in der Hand beobachtet Julians Mutter Simone Richler von der ersten Zuschauerreihe dies alles mit Zufriedenheit. „Julian ist erstmals mit dabei, weil ihm die früheren Aufführungen der NTM Kids so gut gefallen haben“, berichtet sie. Aus Begeisterung für das neue Hobby ihres Zehnjährigen unterstützte sie Regisseurin Simone Seitz kurzerhand bei den Bühnenproben und das Maskenteam auch beim Schminken. Da wurden geschickt gelbe Hühnerschnäbel aufgemalt, die Hahnenkämme mit auftoupierten und rot gesprühten Haartollen gestylt und die Füße mit gelben Gummihandschuhen kurzerhand in Hühnerkrallen verwandelt. Hahn Hamlet hinter den Bergen, gespielt von Phoebi Reiß, besticht nicht nur durch seine Äußeres. Er versteht sich auch vorzüglich aufs Reimen. 

    Kinder sind mit Begeisterung dabei

    Letztendlich stoßen die neugierigen Entdecker auf den Silberdeldok, den einst verstoßenen Bruder des Oberdeldoks, der Silbereier sucht. Bald werden die Deldoks von den Waldlandbewohnern nicht mehr als Waldzerstörer und Kapitalisten angesehen und die auch immer wieder fröhlich ins Publikum blickenden Hupfkisten machen sich im Grasland nützlich statt Bäume zu zerstören. Alles wird gut, was für ein Kinderstück durchaus wichtig ist. Stolz und erleichtert kommt Johanna Wolfe, die mit dem Silberdeldok eine der Hauptrollen spielt, nach der Vorstellung zu ihren Eltern. „Ich war so aufgeregt“, gibt die Neunjährige zu. Ob sie beim nächsten Stück mit dabei sein will? Da zögert Johanna keine Sekunde. „Auf jeden Fall“, sagt sie voller Überzeugung. 

    „Die Eltern unserer Theaterkids sind so begeistert, dass viele mehrfach kommen“, haben Martina und Stefan Grundei, die für das NTM die Kasse machen, festgestellt. Darum waren auch alle Vorstellungen so schnell ausverkauft. Und um im Bühnenjargon der Opodeldoks und ihren Hühnern zu bleiben, klingt das Lob folgendermaßen: „Dotterlüttchen, das war das Gelbe vom Ei!“

    Info: Die NTM Kids spielen noch zweimal ihr Stück „Die Opodeldoks“, am kommenden Samstag, 25. November, und am Sonntag, 26. November, jeweils um 16 Uhr im Dachtheater der Schlossmühle. Die Karten sind ausverkauft, eventuell können aber an der Theaterkasse nicht abgeholte Karten ergattert werden.

    Kultur erleben – und zwar vom Sofa aus: Das Staatstheater bietet digitale Vorführungen an. In der Live-Ausgabe unseres Podcasts "Augsburg, meine Stadt" sagt Tina Lorenz, warum sie sich nicht vor der Konkurrenz durch Netflix und Co. fürchtet.

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