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Mering Freibad setzt Sanierungen um und meistert Alltag mit kleinem Team

Mering

Zwischen Technikraum und Beckenrand: So meistert das Freibadteam die Herausforderungen des Sommers

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    Bademeister Walter Senftleben vor den frisch sanierten Umkleiden des Meringer Freibads. Die Marktgemeinde investierte zuletzt in mehrere Maßnahmen, um den Betrieb ohne Einschränkungen fortführen zu können.
    Bademeister Walter Senftleben vor den frisch sanierten Umkleiden des Meringer Freibads. Die Marktgemeinde investierte zuletzt in mehrere Maßnahmen, um den Betrieb ohne Einschränkungen fortführen zu können. Foto: Christine Hornischer, Bernhard Weizenegger

    Mit Erwin Süßmeir ist im Meringer Freibad eine Ära zu Ende gegangen. Doch der Alltag im Freibad geht weiter. „Alles läuft wie geschmiert“, freut sich Walter Senftleben, der zusammen mit Daniel Stöckl hauptamtlich als Bademeister arbeitet. Unterstützt werden sie von Mohamed, einem Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma und zwei Minijobbern.

    Abwechselnd stehen sie nun am Beckenrand, kontrollieren die Wasserwerte, kümmern sich um die Technik und behalten die Badegäste im Blick. Vieles läuft routiniert, manches improvisiert – wie in jedem Sommer. „Der Daniel ist ja nun auch schon das dritte Jahr hier, der kennt die Besonderheiten unseres Freibades“, sagt Senftleben.

    Walter Senftleben ist seit 22 Jahren Bademeister im Freibad Mering

    Der erfahrene Bademeister selbst arbeitet seit inzwischen 22 Jahren im Freibad. Zwei Jahrzehnte voller heißer Sommertage, kleiner Notfälle, technischer Pannen und unzähliger Begegnungen. Er kennt die Eigenheiten der alten Anlagen ebenso wie die stillen Momente am frühen Morgen, wenn noch niemand auf den Liegewiesen sitzt und nur das Summen der Pumpen zu hören ist.

    Bevor die ersten Besucher kommen, müssen Wasserwerte kontrolliert, Filteranlagen geprüft und technische Anlagen überwacht werden. Später kommen Fragen von Badegästen dazu, kleinere Verletzungen, verlorene Gegenstände oder Diskussionen mit Jugendlichen, die vom Beckenrand springen wollen, obwohl es verboten ist. Gerade will Mohamed einigen Jungs klarmachen, dass sie nur einzeln vom Turm springen dürfen. Ein kurzer Pfiff – und die Jungs parieren.

    Dass nun eine erfahrene Kraft fehlt, beschäftigt auch die Marktgemeinde. Bürgermeister Florian Mayer betrachtet die Situation differenziert. „Aktuell haben wir keine dritte Vollzeitkraft, was auch damit zusammenhängt, dass es schwierig ist, Saisonkräfte zu finden, die im Winter einer anderen Tätigkeit bei uns nachgehen können. Das ist immer nicht ganz so einfach“, erklärt er.

    Zeitarbeitsfirma ist auf Bademeister und Bäderpersonal spezialisiert

    In Mering versucht man deshalb, die Situation flexibel zu lösen. Aktuell habe man die beiden festen Kräfte um zwei Minijobber ergänzt, die vor allem an Wochenenden Schichten übernehmen. Außerdem sei weiterhin die Wasserwacht im Freibad tätig. Hinzu komme eine Zeitarbeitsfirma mit Spezialisierung auf Bademeister und Bäderpersonal. „Diese leihen uns nach Bedarf Personal“, sagt Mayer.

    Und so läuft der Betrieb für die Besucher weitgehend reibungslos weiter. Kinder springen lachend ins Wasser, Familien breiten ihre Handtücher auf den Wiesen aus, Jugendliche sitzen am Beckenrand in der Sonne. Von vielen organisatorischen Herausforderungen bekommen die Badegäste kaum etwas mit. Dabei musste die Marktgemeinde zuletzt erhebliche Summen investieren, damit das Freibad überhaupt ohne Einschränkungen in die neue Saison starten konnte.

    41.900 Euro brachte Mering für dringende Sanierungsmaßnahmen auf. Hintergrund war eine Begehung des Gesundheitsamtes, bei der bedeutende hygienische Mängel festgestellt worden waren. Betroffen waren vor allem die drei Durchschreitebecken. Deren Oberflächen seien inzwischen so porös geworden, dass sie nicht mehr dauerhaft hygienisch gereinigt werden könnten. „Die werden sehr bald saniert“, informiert Senftleben.

    Eine umfassende Sanierung des Meringer Freibads steht an

    Bereits saniert wurden die Umkleiden, deren hygienischer Zustand zuvor ebenfalls beanstandet worden war. Für zahlreiche Familien gehört das Freibad seit Generationen zum Sommer dazu. Hier wurden Schwimmabzeichen gemacht, Ferientage verbracht und erste Sprünge vom Beckenrand gewagt. Gerade deshalb ist die Zukunft des Freibades in Mering seit Längerem Thema in der Kommunalpolitik.

    In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates informierte Bürgermeister Florian Mayer nun über ein neues Förderprogramm, das eine Unterstützung von bis zu acht Millionen Euro ermöglichen könnte. Nach ersten groben Schätzungen könnten die Gesamtkosten für eine umfassende Sanierung des Freibads bei rund 13,4 Millionen Euro liegen. Der Marktgemeinderat entschied sich deshalb, sich für das Förderprogramm zu bewerben.

    Freibad Mering

    • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10.45 bis 19:30 Uhr. Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen: 10 bis 19.30 Uhr.
    • Eintritt: Die Preise bleiben im Vergleich zur vergangenen Saison unverändert. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen zwei Euro, Besucherinnen und Besucher ab 17 Jahren vier Euro. Die Saisonkarte kostet 20 Euro für Kinder und Jugendliche sowie 40 Euro für Gäste ab 17 Jahren.
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