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Mering: Mering: Kandler war ein Bürgermeister mit Ecken und Kanten

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Mering: Kandler war ein Bürgermeister mit Ecken und Kanten

Eva Weizenegger
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    Seit 1996 lenkte Hans-Dieter Kandler die Geschicke der Marktgemeinde Mering.
    Seit 1996 lenkte Hans-Dieter Kandler die Geschicke der Marktgemeinde Mering. Foto: Michael Hochgemuth (Archiv)

    Vier Legislaturperioden hat Hans-Dieter Kandler als Bürgermeister von Mering die Geschicke der Marktgemeinde geleitet. Er bleibt vielen als Mensch mit Ecken und Kanten im Gedächtnis, aber auch mit Mut zu ungewöhnlichen Ideen. Seinen Rat, den er an seinen Nachfolger Florian Mayer gab, dass er nicht everybody’s Darling, also nicht jedermanns Liebling, sein solle, hat Kandler für sich selbst stets beherzigt. Er stand zu seiner Meinung und das auch gegen alle Kritiker. Mit dieser Haltung war es für seine Marktgemeinderatskollegen wahrlich nicht immer leicht, zusammenzuarbeiten.

    Mering steht vor großen Herausforderungen

    Wer aber hinter die Fassade blicken durfte, der erlebte Kandler als Verhandlungspartner, der zu seinem Wort stand und seine Fahne nicht in den Wind drehte. Kandler selbst bezeichnete als eine seiner größten Untugenden seine Ungeduld. Sie war es auch, die ihn manchmal dazu verleitete, allzu schnell, allzu deutliche Worte zu finden. Doch wer seine Unterstützung hatte, der konnte sich sicher sein, dass er ihm zur Seite stand. Die Entscheidung, nach 24 Jahren in den Ruhestand zu treten, war ihm sichtlich nicht leicht gefallen. Und er hinterlässt eine Marktgemeinde, die vor großen Herausforderungen steht.

    Dass nun auch noch zu der ohnehin schon angespannten Kassensituation der Kommune die Corona-Pandemie die Wirtschaft schwächt, ist für Mering bitter. Viele große, von Kandler angestoßene Projekte, werden sich in den nächsten sechs Jahren nicht verwirklichen lassen.

    Lesen Sie zum Abschied des Bürgermeisters: Die Ära Kandler ist in Mering zu Ende

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