Der Vatertag war für Loris Horn ein spezieller Tag, was als Vater ja per se meist der Fall ist. Aber Horn, das darf man durchaus so sagen, ist eben auch einer der Väter des Erfolgs des FC Stätzling. Der Aufstiegstrainer wurde am Donnerstag - gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten und Jugendkumpel Daniel Hadwiger - entsprechend feierlich im Sportheim des Fußballclubs verabschiedet. „Es gab viele warme Worte. Da war ich schon sehr emotional, das muss ich ehrlich sagen“, erzählt Horn, der aus beruflichen wie privaten Gründen die Taktiktafel fürs Erste auf den Dachboden stellt. Wie lange er bereits beim FCS Mitglied ist, prangt auf einem Trikot, das ihm überreicht wurde: die Nummer 26 für ebenso viele Jahre im Verein. Auch seinen ersten Spielerpass bekam er gerahmt mit in die Schaffenspause.
Wehmütig sei er deshalb nicht, versichert der 33-Jährige vor dem abschließenden Landesligaspiel beim feststehenden Abstiegsreleganten SSV Niedersonthofen (Sa., 14 Uhr): „Es geht mir gut.“ Daran gehörigen Anteil hat nicht zuletzt die Mannschaft. „Ich habe mich am Donnerstag mit Rafi (Trainer Raffael Semke, Anm. d. Red.) unterhalten: Die letzten Wochen waren die ersten seit langer Zeit, in denen wir mal entspannen konnten. In denen wir nicht liefern mussten, weil es um Platz eins oder zwei ging“, resümiert Horn die Zeit nach dem vorzeitig geschafften Klassenerhalt: „Das war komplett neu.“
Generell, hält der Übungsleiter fest, sei er stolz darauf, was seine Spieler in der langen zurückliegenden Saison geleistet hätten. „Dass wir so früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben würden, damit haben wir bei aller Qualität, die wir mitbringen, nicht gerechnet.“ Mit einem Sieg am Sonntag würde der Aufsteiger die Saison mindestens auf Platz neun beenden. Und den möchte Horn, der eine „kräftige Rotation“ ankündigt, selbstredend gerne mitnehmen.
Am positiven Fazit unter der Landesliga-Rückkehr-Spielzeit wird sich so oder so nichts mehr ändern, weswegen die Fahrt ins 130 Kilometer entfernte Niedersonthofen auch einen Roadtrip-Charakter erhält. Typ Abschlussfahrt mit sportlicher Betätigung. Nach der Rückkehr an die St.-Anton-Straße steht ein gemeinsames Essen in der Kabine an. Von da aus geht‘s weiter ins Augsburger Nachtleben, verrät Horn. „Ich lasse mich mitziehen - oder auch nicht“, merkt er lachend an. Nicht ausgeschlossen, dass es auch an diesem Abend noch einmal emotional werden könnte. (dali)
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