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Tierheim Derching plant neues Hundehaus für 3,8 Millionen Euro

Friedberg-Derching

Neues Hundehaus für die Lech-Arche: Friedberger Tierheim plant Millionen-Neubau

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    Natalie Gauggel und Heinz Paula können den Spartenstich kaum abwarten. Der geplante Neubau des Hundeareals ist ein Herzensprojekt des Vereins.
    Natalie Gauggel und Heinz Paula können den Spartenstich kaum abwarten. Der geplante Neubau des Hundeareals ist ein Herzensprojekt des Vereins. Foto: Emilya Icer

    Die ersten Weichen für das neue Hundehaus im Derchinger Tierheim Lech-Arche sind gestellt. Die Planungsunterlagen für das insgesamt 3,8 Millionen teure Projekt werden aktuell im Bauamt der Stadt Friedberg geprüft. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung, Heinz Paula, hofft auf einen baldigen Baubeginn.

    Die aktuellen Anlagen seien längst überholt und weder für Mensch noch Tier ideal, so Paula. Mit dem neuen Anbau wird das Tierheim nicht nur deutlich moderner, sondern auch größer. 24 Hundeboxen soll das neue Hundehaus beinhalten und damit deutlich mehr Kapazitäten als bisher schaffen. „Wir bekommen rund zwei bis drei Abgabeanfragen pro Woche, die wir aktuell aus Platzgründen einfach nicht annehmen können. Mit dem Neubau würde sich das ändern“, erklärt Natalie Gauggel.

    Sie arbeitet als Tierpflegerin im Derchinger Tierheim und freut sich auf die Umgestaltung des Hundeareals. „Dadurch, dass die aktuellen Zwinger alle aneinander gereiht sind, gibt es im Alltag einfach viele Probleme. Die Hunde stacheln einander hoch, obwohl Wände zwischen ihnen liegen. Für uns als Pfleger ist das die gefährlichste Situation, weil dann auch Hunde, die eigentlich total lieb sind, auf uns gehen, weil sie gestresst sind“, erklärt sie.

    Tierheim Derching: Baukosten liegen bei rund 3,8 Millionen Euro

    Der Neubau soll nicht nur mehr Platz bieten, sondern auch eine direkte Verbindung zum medizinischen Versorgungsbereich und zur Technik ermöglichen. „Es wird hier bald deutlich heller und freundlicher aussehen“, erzählt Heinz Paula. Durch die einzelnen Bereiche, die die Hunde dann für sich haben, können sie schneller therapiert und damit auch vermittelt werden.

    Vor allem für Welpen, ältere Hunde und Hunde-Mamas bieten die neuen Bereiche mehr Rückzugsmöglichkeiten und Entspannung. „Man kann sagen, dass die Hunde wie in einem Studentenwohnheim leben, jeder hat sein eigenes kleines Apartment“, erzählt Gauggel.

    Das Tierheim bekommt jeden Tag mehrere Anfragen, Hunde aufzunehmen.
    Das Tierheim bekommt jeden Tag mehrere Anfragen, Hunde aufzunehmen. Foto: Glomex/Archiv

    Während der Bauarbeiten sollen die Tiere in benachbarten Tierheimen und am Standort in der Augsburger Holzbachstraße untergebracht werden. Insgesamt kostet der Neubau rund 3,8 Millionen Euro. „Das ist keine Summe, die wir mal eben so aus dem Ärmel schütteln können“, erklärt der Vereinsvorsitzende Heinz Paula. Der Verein ist auf Spenden angewiesen, Ziel ist es, auf diesem Weg 500.000 Euro einzunehmen.

    „Wir wissen, dass das ein ehrgeiziges Ziel ist, aber wir sind mehr als optimistisch“, so Paula. Bis es tatsächlich mit den Bauarbeiten losgehen kann, wird es wohl noch ein wenig dauern. Paula und sein Team hoffen aber auf einen Spartenstich noch in diesem Jahr. Wer den Verein bis dahin unterstützen will, findet unter tierschutzverein-augsburg.de Möglichkeiten.

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