Die pelzigen Raupen sehen niedlich aus, doch sie fressen Eichen kahl - und wer mit ihnen in Kontakt kommt, kann heftige Hautreaktionen bekommen. Mehrere Kommunen warnen daher vor den Raupen eines eher unscheinbaren Schmetterlings. Die Bekämpfung ist wegen gesundheitlicher Belastung und spezieller Arbeitstechnik nur von Fachleuten durchzuführen.
So warnt im Landkreis die Stadt Friedberg ihre Bürger vor den Raupen. Aktuell, im Spätfrühling und Frühsommer, häuft sich das Auftreten des Eichenprozessionsspinners. Bislang zeichnet sich der Stadtverwaltung zufolge insbesondere im Ortsteil Wulfertshausen eine Häufung ab. Deswegen wurden vorsorglich Absperrungen am Spielplatz in der Wendelsteinstraße sowie am Friedhof eingerichtet. Betroffen ist zudem eine große Eiche am Ortsrand in der Watzmannstraße.
Friedberg ruft auf, die Raupen unter 0821/6002-335 zu melden und gegebenenfalls auch Fotos zu machen. Die Entfernung der Raupen, die in großer Zahl auftreten können, erfolge durch eine Fachfirma. Die Stadt sei dabei jedoch in hohem Maß von den Kapazitäten des beauftragten Unternehmens abhängig, teilt die Pressestelle vorsorglich mit.
Eichenprozessionsspinner: Aussehen, Folgen bei Berührung, Empfehlung
Beschreibung: Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner. Die Brennhaare der Raupe können beim Menschen Rötungen und allergische Hautreaktionen auslösen. Sie befinden sich normalerweise an Eichen, können allerdings auch, in seltenen Fällen, andere Gewächse befallen.
Aussehen: Für den Menschen gefährlich sind die Haare des dritten Larvenstadiums (Mai, Juni). Die Raupen haben in dieser Phase eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, langbehaarten Warzen, aus denen die weißlichen Haare herauswachsen. Diese sammeln sich im Laufe der Verpuppung in der Nähe des Befalls und bleiben weiterhin gefährlich.
Folgen bei Berührung: Die Brennhaare können beim Menschen Rötungen und allergische Hautreaktionen auslösen. Die (fast unsichtbaren) Haare dringen leicht in Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit Häkchen fest. Die Hautreaktion halten (unbehandelt) oft ein bis zwei Wochen an.
Empfehlung: Abstand halten, andere vor der Gefahrenstelle warnen, die Kommune informieren. Die Stadt Friedberg warnt: „Bitte führen Sie keine eigenständigen Beseitigungsmaßnahmen durch!“ Sollte es zu Kontakt gekommen sein, rät sie zu sofortigem Kleiderwechsel und Dusche mit Haarreinigung. Man sollte auch einen Arzt zurate ziehen.
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Außer dem Eichenprozessionsspinner wird auch vor Riesenbärenklau gewarnt
Ähnliche Vorsichtsmaßnahmen wie für die Eichenprozessionsspinner gelten beim Riesenbärenklau. Harmlos, wenn auch unschön anzuschauen, sind dagegen die Netze der Gespinstmotten.
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