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Gehalt bei Paaren: So selten verdienen Frauen mehr als ihr Partner – das sind die Folgen

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Gehalt bei Paaren: So selten verdienen Frauen mehr als ihr Partner – das sind die Folgen

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    Ernüchternde Zahlen: Nur in 9,9 Prozent aller Paarhaushalte hat die Frau ein höheres Nettoeinkommen als ihr Partner.
    Ernüchternde Zahlen: Nur in 9,9 Prozent aller Paarhaushalte hat die Frau ein höheres Nettoeinkommen als ihr Partner. Foto: Andrea Warnecke, dpa (Symbolbild)

    In der Mehrheit der Paarhaushalte in Deutschland verdient weiterhin der Mann mehr als die Frau. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern ist hierzulande fast unverändert groß.

    Nur 9,9 Prozent: Frauen als Hauptverdienerinnen die absolute Ausnahme

    Es sind ernüchternde Zahlen, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat:

    • Lediglich in 9,9 Prozent aller Paarhaushalte hat die Frau ein höheres Nettoeinkommen als ihr Partner. Zum Vergleich: 2021 waren es 10,5 Prozent. Damit ist der Anteil der Frauen als Hauptverdienerinnen sogar leicht gesunken.
    • Rund ein Drittel der Haushalte (34,3 Prozent) liegt beim Einkommen nahezu gleichauf. Immerhin: ein Anstieg von 3,6 Prozentpunkten im Vergleich zu 2011.
    • Und bei über der Hälfte der Paare (55,8 Prozent) verdient der Mann mehr. 2011 waren es 58,8 Prozent.

    Entsprechend fällt das Fazit der Statistiker aus: „Insgesamt hat sich die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern beim Blick auf die Einkommensverteilung in den letzten Jahren wenig verändert.“

    Schon gewusst? Lediglich vier Prozent der Menschen in Deutschland zählen zur Oberschicht.

    Einkommenslücke zwischen Mann und Frau: Kinder verschärfen das Ungleichgewicht

    Die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern werden größer, sobald Kinder im Haushalt leben. Laut dem Statistischen Bundesamt ist die Frau in Paarfamilien mit Kindern nur in 7,7 Prozent der Fälle die Hauptverdienerin. Bei fast zwei Dritteln dieser Haushalte (64,6 Prozent) übernimmt der Mann diese Rolle.

    Ein Grund für die Einkommenskluft laut dem Statistischen Bundesamt: „Mütter arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit als erwerbstätige Frauen insgesamt. Bei den erwerbstätigen Männern ist es umgekehrt: Hier arbeiten Väter sogar seltener in Teilzeit.“

    Ohne Kinder sieht es etwas anders aus: Die Frau hat in 11,4 Prozent der kinderlosen Paare das höhere Einkommen, bei 38,5 Prozent liegen Mann und Frau in etwa gleich.

    Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen: Ursachen und Folgen des Gender Pay Gap

    Für diese Unterschiede gibt es mehrere Gründe. Laut der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat die Politik zumindest in Westdeutschland das Fernbleiben von Müttern aus der Arbeitswelt lange aktiv gefördert.

    Hinzu kommen nach wie vor nicht ausreichende und wenig flexible Kinderbetreuungsangebote. Und der Fakt, dass Frauen immer noch einen Großteil der unbezahlten Sorgearbeit übernehmen, wie der Sozialverband VdK Deutschland erklärt.

    Das Ergebnis: Fast jede zweite berufstätige Frau arbeitet in Teilzeit, mehr als in den meisten anderen EU-Ländern. Und das bedeutet hierzulande oft: Niedriglohn. Diese strukturelle Ungleichheit zwischen Frau und Mann hat laut dem Sozialverband VdK gleich mehrere gravierende Folgen:

    Am Ende steht der Gender Pension Gap, also die Tatsache, dass Frauen im Alter deutlich weniger Rente als Männer beziehen. Laut der Antidiskriminierungsstelle des Bundes beträgt diese Rentenkluft in Deutschland rund 39,4 Prozent, und ist damit eine der höchsten in der EU.

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