Startseite
Icon Pfeil nach unten
Geld & Leben
Icon Pfeil nach unten
Rente
Icon Pfeil nach unten

Frühstart-Rente: Wie viel Vermögen können Kinder so fürs Alter aufbauen?

Rente

Frühstart-Rente: Wie viel Vermögen können Kinder so fürs Alter aufbauen?

  • |
  • |
  • |
  • |
    Kinder zwischen sechs und 18 Jahren erhalten bei der Frühstart-Rente vom Staat monatlich zehn Euro für ein Altersvorsorgedepot.
    Kinder zwischen sechs und 18 Jahren erhalten bei der Frühstart-Rente vom Staat monatlich zehn Euro für ein Altersvorsorgedepot. Foto: New Africa, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Viele Rentner in Deutschland haben im Ruhestand nicht genug Geld, um ihren Lebensunterhalt zu decken. Deshalb sollten Erwerbstätige nicht allein auf die staatliche Rente vertrauen, sondern frühzeitig privat vorsorgen, um eine Rentenlücke zu vermeiden. Die Regierung plant, die Bürgerinnen und Bürger bereits frühzeitig bei der privaten Altersvorsorge zu unterstützen. Dies soll durch die Frühstart-Rente geschehen, ein Vorhaben, das bereits im Koalitionsvertrag festgelegt wurde. Wie die Frühstart-Rente funktionieren soll, wann sie eingeführt wird und wie viel Geld Kinder im Alter dadurch zur Verfügung haben könnten, erfahren Sie hier.

    Rente: Wie funktioniert die Frühstart-Rente?

    Das Bundeskabinett hat laut der Webseite der Bundesregierung am 17. Dezember 2025 eine Reform der privaten Altersvorsorge in die Wege geleitet, die zwei zentrale Maßnahmen umfasst. Neben der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge, die die Riester-Rente ersetzen wird, hat das Kabinett die Einführung sowie Eckpunkte der Frühstart-Rente für Kinder beschlossen.

    Damit sollen Kinder und Jugendliche früh mit den Chancen des Kapitalmarkts vertraut gemacht und ihnen Startkapital für eine private Altersvorsorge zur Verfügung gestellt werden. Die private Vorsorge bildet nach Ansicht der Bundesregierung eine wichtige Säule neben der gesetzlichen und betrieblichen Rente. Die Frühstart-Rente soll laut dem Eckpunktepapier wie folgt funktionieren:

    • Eltern von Kindern, die das sechste Lebensjahr vollenden, können ein Altersvorsorgedepot für ihr Kind bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen.
    • Kinder zwischen sechs und 18 Jahren erhalten einen staatlichen Zuschuss von monatlich zehn Euro – die sogenannte Frühstart-Renten-Prämie – für das Depot.
    • Das Depot kann zudem durch eigene Zahlungen der Eltern oder des Kindes aufgestockt werden.
    • Bei Volljährigkeit erfolgt ein unkomplizierter Anschluss an die steuerlich geförderte private Altersvorsorge.
    • Bis zum Renteneintritt bleiben die Erträge aus dem Depot steuerfrei.
    • Das Sparkapital wird erst mit Erreichen der Regelaltersgrenze ausgezahlt.

    Ab wann gilt die Frühstart-Rente?

    Das Eckpunktepapier bildet die Basis für den Gesetzesentwurf der Frühstart-Rente, den der Bundestag 2026 noch verabschieden muss, informiert die Bundesregierung. Ziel ist es, das Gesetz zum 1. Januar 2026 rückwirkend in Kraft zu setzen.

    Der erste Jahrgang, der von der staatlichen Förderung profitieren wird, sind die sechsjährigen Kinder zum Programmstart, also Geburtsjahrgang 2020. Die Frühstart-Renten-Prämie wird dann rückwirkend ausgezahlt.

    Frühstart-Rente: Wie viel Vermögen können Kinder so fürs Alter aufbauen?

    Aber wie viel Geld bringt die Frühstart-Rente? Zunächst der gut berechenbare Zuschuss durch den Staat: Kinder, die ab ihrem sechsten Geburtstag bis zur Volljährigkeit die Frühstart-Rente erhalten, sammeln durch die monatlichen Einzahlungen von zehn Euro über zwölf Jahre hinweg insgesamt 1440 Euro an.

    • 12 Jahre x 12 Monate x 10 Euro = 1440 Euro

    Ab dem 18. Geburtstag gibt es keinen staatlichen Zuschuss mehr. Die nun jungen Erwachsenen sind selbst dafür verantwortlich, weiter in ihr Vorsorgedepot einzuzahlen. Je nach Höhe und Dauer der monatlichen Einzahlungen sowie abhängig von der jährlichen Rendite kann das Vermögen zum Renteneintritt unterschiedlich hoch ausfallen.

    Laut dem Portal Finanztip könnten zum Zeitpunkt des 18. Geburtstags schon 2090 Euro im Depot liegen, wenn das Geld in einen passiven-Welt-Aktien-ETF angelegt wurde, der die Ausschüttungen wieder anlegt. Solche Anlagen bringen laut den Finanzexperten langfristig eine Durchschnittsrendite von sechs Prozent jährlich. Mit diesem Wert wird auch im Folgenden weitergerechnet:

    • Ohne zusätzliche Einzahlungen wächst das Anfangskapital laut Finanztip bis zum Rentenalter von 67 Jahren auf mehr als 73.000 Euro an.
    • Wer hingegen als Erwachsener monatlich weiterhin 50 Euro einzahlt, kommt laut Finanztip bis zum Rentenalter auf ein Vermögen von über 423.000 Euro.

    Wichtig: In der Rente muss dieser Betrag dann versteuert werden, zudem wurden Kosten für Depot und ETF nicht berücksichtigt. Die genaue Summe hängt zudem von der Entwicklung der Kapitalmärkte ab.

    Das Positive an der Frühstart-Rente ist laut Finanztip: Es handelt sich dabei um einen langfristigen Vermögensaufbau, so kann der Zinseszinseffekt optimal genutzt werden. Der Anlagehorizont umfasst mindestens 49 Jahre zwischen dem 18. Geburtstag und Renteneintritt – insofern dieser bei 67 Jahren bleibt. Falls das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre angehoben werden sollte – wie es immer wieder von einigen Politikern und Ökonomen gefordert wird –, verlängert sich der Zeitraum für den Vermögensaufbau, was den Zinseszinseffekt weiter verstärkt und zu einem höheren Vermögen in der Rente führen kann.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren