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Zwiebeln lagern richtig: Tipps für Haltbarkeit und gesunde Ernährung

Gartenkolumne

So helfen uns Zwiebeln durch den Winter

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    So makellos bleibt die Hülle nicht ewig: Auch Zwiebeln können keimen.
    So makellos bleibt die Hülle nicht ewig: Auch Zwiebeln können keimen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa

    Zwiebeln kommen so gut wie täglich auf den Tisch. Sie bleiben dabei häufig unauffällig, Hauptzutat sind sie nur in wenigen Speisen wie Zwiebelkuchen oder Zwiebelsuppe. Meistens werten sie eher als Gewürz so gut wie alle Suppen, Salate, Gemüse- und Fleischgerichte auf.

    Insgesamt stehen Zwiebeln an dritter Stelle im Verbrauch unter den Gemüsen, pro Kopf werden jährlich an die zehn Kilogramm verzehrt. Zum Vergleich: Bei den Tomaten sind es mit 24 Kilogramm mehr als doppelt so viel, Möhren essen wir im Schnitt elf Kilogramm pro Kopf und Jahr. Mit ihren gesunden Lauchölen helfen Zwiebeln uns aber gerade jetzt sehr gut durch die Winterzeit. Ihr Zuckergehalt um 4,5 Prozent ist mäßig, genügt aber für herrliche Röstaromen in allen Gerichten mit Röstzwiebeln.

    Kühl gelagert halten Zwiebel lange

    Früher nutzte man nur sauber geputzte Speisezwiebeln: Ich erinnere mich deutlich, wie unser Hausmetzger jeglichen Anteil an Wurzelscheibe oder Grün als Wurstzutat ablehnte. Heute rate ich, größere Zwiebelernten luftig ausgelegt in flachen Steigen aufzubewahren, gerne auch als aufgehängte Bündel.

    Das Lager sollte möglichst kühl, also um zehn Grad, sein. Man sollte es öfter durchschauen, um faulende Exemplare zu entfernen. Sollten einzelne Zwiebeln austreiben, kann man schnell das Grün in Salaten nutzen, den restlichen Zwiebelkörper kann man noch in Suppen oder Bratensoßen verwenden, weniger als rohe Zwiebelscheiben oder -würfelchen.

    Im eigenen Lager halten rote Sorten am wenigsten lange, Schalotten am längsten. Wer jetzt schon seinen Gemüsegarten 2026 gedanklich vorbereitet, sollte daher an Schalotten denken. Ab Juni tauchen im Supermarkt manchmal Importzwiebeln auf, wenn die heimischen Lager aufgebraucht sind und die neue Ernte noch nicht begonnen hat.

    Auch jetzt können Steckzwiebel noch ins Beet

    Winterzwiebeln, im August gesät oder im Oktober/November gesteckt, können die drohende Lücke schließen. Aufgrund der milden Witterung lassen sich Wintersteckzwiebeln auch jetzt noch stecken, wenn sie in Gartenfachmärkten noch bereit liegen. Im Lauf des Winters fassen sie im Beet Fuß, ab April kann man sie als frische Lauch- oder Frühlingszwiebeln ernten. Wer sie stehen lässt, hat ab Ende Mai/Anfang Juni frische, runde Zwiebeln für die Küche.  

    Übrigens sehnten sich auch die Israeliten in der Wüste, nach dem Auszug aus Ägypten, nicht nur nach den sprichwörtlichen Fleischtöpfen. Genauso erinnerten sie sich an Zwiebeln und Lauchspeisen in Ägypten. Heute noch kommen oft die ersten importierten Zwiebeln im Frühsommer aus Ägypten.

    Zur Person: Marianne Scheu-Helgert ist gelernte Gärtnerin und ehemalige Leiterin der Bayerischen Gartenakademie.

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