Wenn starke Regelschmerzen und Blutungen den Alltag beeinträchtigen, kann eine Adenomyose dahinterstecken. Doch was genau bedeutet das, wie hängt sie mit der Endometriose zusammen und wie wird sie diagnostiziert? Die Antworten darauf finden Sie in diesem Überblick.
Was versteht man unter Adenomyose?
Die Adenomyose, oder auch medizinisch als Adenomyosis uteri bezeichnet, ist eine gynäkologische Erkrankung, die lange Zeit als Unterform der Endometriose angesehen wurde. Wie die Endometriose-Vereinigung Deutschland erklärt, wird sie heute jedoch als eigenständige Erkrankung betrachtet.
Aber was passiert dann eigentlich bei einer Adenomyose? Laut der Hopkins Universität wächst dabei Gewebe der Gebärmutterschleimhaut, das normalerweise nur die Innenseite der Gebärmutter auskleidet, in die Muskelschicht der Gebärmutterwand hinein. Dieses Gewebe reagiert auch dort auf die monatlichen Hormonschwankungen. Das heißt, es verdickt sich im Verlauf des Zyklus und blutet während der Periode, obwohl es an einer Stelle liegt, an der das Blut nicht normal abfließen kann.
Wie unterscheidet sich die Adenomyose von der Endometriose?
Die Adenomyose galt früher mal als Form der Endometriose, ist aber heute eine eigenständige Krankheit. Aber wie unterscheiden sich die beiden gynäkologischen Erkrankungen genau? Laut der Endometriose-Vereinigung Deutschland ist das hauptsächliche Unterscheidungsmerkmal der Ort, an dem das Gewebe wächst. Bei einer Adenomyose breitet sich das Gebärmutterschleimhaut-ähnliche Gewebe in der Muskelschicht der Gebärmutter aus. Bei einer Endometriose hingegen siedelt sich das Gewebe außerhalb der Gebärmutter an, zum Beispiel an den Eierstöcken, dem Darm oder am Bauchfell.
Jedoch ist hierbei auch wichtig zu erklären, dass beide Erkrankungen häufig zusammen auftreten, wie die Mayo Clinic erklärt. Da sie zusätzlich auch ähnliche Symptome verursachen können, ist die Unterscheidung bei der Diagnose dementsprechend häufig gar nicht so einfach.
Welche Symptome treten bei Adenomyose auf?
Die Adenomyose kann ähnliche Beschwerden hervorrufen wie die Endometriose. Aber um welche Symptome handelt es sich dabei dann genau? Laut der Mayo Clinic gehören dazu unter anderem:
- Starke oder ungewöhnlich lange Monatsblutungen
- Krampfartige oder stechende Schmerzen im Becken während der Periode
- Anhaltende Unterleibsschmerzen, auch außerhalb der Menstruation
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Vergrößerte Gebärmutter, oft mit Druck- oder Spannungsgefühl im Unterbauch
Wichtig zu beachten: Manchmal ruft die Adenomyose aber auch gar keine Symptome hervor und ist daher weitgehend beschwerdefrei. Laut Angaben der Mayo Clinic sollte aber auf jeden Fall ärztlicher Rat eingeholt werden, wenn die Menstruation ungewöhnlich stark ist oder lang dauert oder wenn die Regelbeschwerden so intensiv sind, dass sie den Alltag erschweren.
Diagnose einer Adenomyose: Wie wird sie festgestellt?
Allein aufgrund der Beschwerden ist es gar nicht so einfach, eine Adenomyose sicher zu erkennen oder sie von einer Endometriose zu unterscheiden. Wie aber wird dann eine Adenomyose diagnostiziert? Laut dem MSD Manual wird die Diagnose meist mithilfe von bildgebenden Verfahren wie Ultraschall oder Magnetresonanztomografie (MRT) des Beckens gestellt. Eine wirklich eindeutige Bestätigung ist nur möglich, wenn das Gebärmuttergewebe untersucht wird, was jedoch erst nach einer operativen Entfernung der Gebärmutter möglich ist.
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