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Anti-Baby-Pille: Nimmt man von der östrogenfreien Pille zu?

Frauengesundheit

Anti-Baby-Pille: Nimmt man von der östrogenfreien Pille zu?

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    Die östrogenfreie Minipille verursacht deutlich weniger Nebenwirkungen. Doch wie wahrscheinlich ist eine Gewichtszunahme?
    Die östrogenfreie Minipille verursacht deutlich weniger Nebenwirkungen. Doch wie wahrscheinlich ist eine Gewichtszunahme? Foto: Nadzeya, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Viele Frauen, die hormonell verhüten, machen sich Sorgen, ob sie durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille an Gewicht zunehmen könnten. Vor allem die klassische Kombinationspille, die Östrogen und Gestagen enthält, wird oft mit einer Gewichtszunahme in Verbindung gebracht. Doch wie sieht es mit der östrogenfreien Pille aus? Kann man von ihr auch zunehmen? Dieser Artikel erklärt, was die östrogenfreie Pille genau ist, wie sie sich von der herkömmlichen Anti-Baby-Pille unterscheidet und ob man von dieser wirklich zunehmen kann.

    Was ist die östrogenfreie Anti-Baby-Pille und wie wirkt sie?

    Die östrogenfreie Pille ist, wie der Name schon sagt, frei von Östrogen. Stattdessen enthält sie, wie das öffentliche Gesundheitsportal Österreich beschreibt, nur das Hormon Gestagen. Im Gegensatz zur Kombinationspille, die sowohl Östrogen als auch Gestagen enthält, ist die Minipille besonders geeignet für Frauen, die kein Östrogen einnehmen dürfen oder möchten, etwa wegen eines erhöhten Thromboserisikos oder während der Stillzeit.

    Doch wie genau wirkt die östrogenfreie Pille eigentlich? Die Wirkungsweise der östrogenfreien Pille beruht laut dem öffentlichen Gesundheitsportal Österreich vor allem auf zwei Mechanismen:

    1. Verdickung des Zervixschleims: Das enthaltene Gestagen bewirkt, dass der Schleim im Gebärmutterhals dicker und zähflüssiger wird. Dies erschwert es den Spermien, durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter zu gelangen und dort eine Eizelle zu befruchten.
    2. Verhinderung des Aufbaus der Gebärmutterschleimhaut: Auch der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird durch das Gestagen reduziert. Dadurch fällt es einer befruchteten Eizelle schwerer, sich einzunisten, was eine Schwangerschaft verhindern kann.

    Vergleich: Östrogenfreie Pille vs. Kombinationspille

    Über 100 Millionen Frauen weltweit nehmen laut dem Universitätsklinikum Tübingen die Pille als Verhütungsmethode ein. In Deutschland verzichten jedoch immer mehr Frauen auf die typische Kombinationspille, die sowohl Östrogen als auch Gestagen enthält. Laut einer Analyse der AOK Niedersachsen nahm im Jahr 2020 noch fast jede fünfte Frau die Pille. Drei Jahre später nutzt nur noch etwa jede achte Frau dieses Verhütungsmittel. Grund dafür sind oft die höheren gesundheitlichen Risiken, die mit der Einnahme von Östrogen gekoppelt sind. Daher greifen immer mehr Frauen zur risikoarmen, östrogenfreien Pille. Doch wie genau unterscheiden sich diese beiden Pillentypen? Das Universitätsklinikum führt folgende Unterschiede in ihrer Wirkungsweise, Sicherheit und im Risiko auf:

    Östrogenhaltige Pille (Kombinationspille)Östrogenfreie Pille (Minipille)
    SicherheitSehr sicher, Pearl-Index liegt zwischen 0,1–0,9 Weniger sicher als die Kombi-Pille, Pearl-Index liegt zwischen 0,5–3
    VorteilePeriode kann schwächer und kürzer werden, Menstruationsbeschwerden können sich verbessern, kann gegen unreine Haut helfenWeniger Nebenwirkungen als bei der Kombi-Pille, für Frauen mit Östrogenkontraindikationen geeignet, etwa während der Stillzeit oder bei einem Thromboserisiko
    NachteileÜbelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Zwischenblutungen, Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühl in den Brüsten, PilzinfektionenZwischenblutungen und Zyklusschwankungen
    RisikenLeicht erhöhtes Risiko für Brustkrebs, Thrombosen und Embolien, sehr geringes Risiko für Herz-Kreislauf-ErkrankungenHöheres Risiko einer ungewollten Schwangerschaft

    Gewicht: Kann man von der östrogenfreien Pille zunehmen?

    Häufig wird die Anti-Baby-Pille, die Östrogen enthält, mit einer Gewichtszunahme in Verbindung gebracht. Dabei wird oft angenommen, dass sie den Appetit steigert oder Wassereinlagerungen im Körper verursacht. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) betont jedoch, dass diese Zusammenhänge nicht wissenschaftlich belegt sind. Vielmehr lassen sich Gewichtsschwankungen durch natürliche Faktoren, wie altersbedingte Veränderungen, erklären.

    Doch wie sieht es mit der östrogenfreien Minipille aus? Auch diese Verhütungsmethode steht laut dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit in keinem belegten Zusammenhang mit einer Gewichtszunahme. Wer trotz Einnahme der östrogenfreien Minipille eine deutliche Gewichtszunahme bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen.

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