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Diabetes Typ F: Was ist das und wie können Angehörige mit der Krankheit umgehen?

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Diabetes Typ F: Was ist das und wie können Angehörige mit der Krankheit umgehen?

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    Wenn Menschen mit Diabetes ein Netzwerk aus Freunden und Angehörigen haben, die sie unterstützen, ist das viel wert.
    Wenn Menschen mit Diabetes ein Netzwerk aus Freunden und Angehörigen haben, die sie unterstützen, ist das viel wert. Foto: blacksalmon, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Wenn eine nahestehende Person eine Diabetes-Diagnose bekommt, kann das erst einmal überfordern. Nicht nur die Person selbst muss lernen, was das neue Leben mit Diabetes bedeutet, sondern auch Familie und Freunde. Deshalb wird dafür oft der Begriff „Diabetes Typ F“ – F steht dabei für Freunde und Familie – verwendet. Als Angehörige oder Angehöriger fragt man sich natürlich: Wie kann ich helfen? Was einen im Alltag mit Diabetes erwartet, wie man Angehörige unterstützen kann und was eher nicht hilft, das erfahren Sie hier.

    Übrigens: Laut einer Studie kann eine KI Diabetes Typ 2 an der Stimmlage erkennen und Wassermelone wird als süßer Snack für Diabetikerinnen und Diabetiker empfohlen.

    Was ist „Diabetes Typ F“?

    Diabetes „Typ F“ zählt nicht zu den klassischen Typen von Diabetes und ist auch keine Krankheit. Der Begriff wird verwendet, um Angehörige, Freundinnen und Freunde oder Familienmitglieder von Menschen mit Diabetes zu beschreiben, schreibt diabetiker.info.

    Damit wird ein wichtiger Umstand der Erkrankung stärker in den Fokus gerückt: „Wenn ein Mensch an Diabetes erkrankt, nimmt das auch Einfluss auf das Leben der Familienmitglieder, der engen Angehörigen sowie der Freundinnen und Freunde“, schreibt das Diabetes-Informationsportal diabinfo.de. Vom alltäglichen Zusammenleben bis zu emotionalen Fragen bringt Diabetes nämlich viele neue Herausforderungen mit sich.

    Was ist Diabetes?

    Diabetes beschreibt verschiedene Stoffwechselerkrankungen und ist in Deutschland weitverbreitet. Laut dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) leiden hierzulande etwa zehn Prozent der Erwachsenen an einer Form von Diabetes. Die Krankheit kann erblich bedingt sein, aber Risikofaktoren insbesondere für Typ-2-Diabetes – mit rund 90 Prozent die häufigste Form der Erkrankung – können auch Bewegungsmangel, Übergewicht oder ein erhöhtes Alter sein.

    Bei einer Diabetes-Erkrankung sind die Blutzuckerwerte dauerhaft erhöht, weil ein Insulinmangel vorliegt. Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird. Es wird normalerweise ausgeschüttet, wenn der Blutzuckerwert sich erhöht und hilft dann, den Zucker in die Zellen zu transportieren. Wird aber aus verschiedenen Gründen kein Insulin produziert, hat eine Person Diabetes – und der hohe Blutzuckerspiegel kann schnell gefährlich werden.

    Was ist der Unterschied zwischen Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2?

    Diabetes wird in verschiedene Typen unterteilt. Insgesamt gibt es fünf Typen, als Hauptformen werden Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes bezeichnet. Wie die Apotheken Umschau erklärt, entsteht Typ-1-Diabetes, wenn aus bisher unerklärlichen Gründen das eigene Immunsystem die Insulin produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift. Das führt dazu, dass der Körper überhaupt kein Insulin produziert und es einen absoluten Mangel an dem Hormon gibt. Typ-1-Diabetes ist laut diabinfo.de eine Autoimmunerkrankung, für die es keine Heilung gibt. Es muss in der Regel ein Leben lang Insulin zugeführt werden.

    Im Gegensatz dazu geht Diabetes Typ 2 nur mit einem relativen Insulinmangel einher. Der Körper produziert zunächst Insulin, das ändert sich jedoch mit der Zeit aufgrund von mangelhaften Lebensgewohnheiten. Die Empfindlichkeit der Körperzellen auf das Hormon ist herabgesetzt, wodurch die Zellen resistent werden: Die Folge ist, dass das körpereigene Insulin nicht mehr ausreicht, um den Zucker im Blut ausreichend abtransportieren zu können. Es wird von einer Insulinresistenz gesprochen. Mit einer positiven Veränderung des Lebenswandels kann bei einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung noch eine Verbesserung eintreten, und es muss nicht in jedem Fall Insulin gespritzt werden.

    Diabetes Typ F: Wie kann man Menschen mit Diabetes unterstützen?

    Wenn man Angehörige oder Angehöriger einer Person mit Diabetes ist, kann man sich erstmal machtlos fühlen. Dabei gibt es sogar mehrere Ebenen, auf denen man zu einer guten Unterstützung werden kann:

    • Informationen: Wenn das Familienmitglied oder der Freund mit Diabetes diagnostiziert wird, rollt erstmal eine Informationsflut über ihn oder sie herein. Indem man sich selbst möglichst gut über den Diabetes-Typen und seine Behandlung informiert, kann man die nahestehende Person ein Stück weit entlasten. Denn derjenige oder diejenige muss so keine zusätzliche Erklärarbeit leisten. In so einer Situation viele Fragen beantworten zu müssen (auch wenn diese aus Anteilnahme gestellt werden), kann eine zusätzliche Belastung sein. Sie können Ihre nahestehende Person mit Diabetes auch direkt fragen, ob Sie ihr einen Teil der Informationslast abnehmen können, indem Sie sich zum Beispiel die Zeit nehmen, um sich mit einem Teilaspekt der Diabetes-Erkrankung für sie auseinanderzusetzen.
    • Alltag: Personen mit Diabetes müssen sich auf viele Veränderungen im Alltag einstellen. Zum Beispiel die dauerhafte Überwachung der Blutzuckerwerte, eine Veränderung der Ernährung, des Lebenswandels und eventuell auch das Spritzen von Insulin. Es kann eine große Unterstützung sein, wenn Sie im Alltag mitdenken und Ihrer nahestehenden Person mit Diabetes die Eingewöhnung in den neuen Lebensstil erleichtern. Laut Diabetesinformationsportal diabinfo.de kann man zum Beispiel ein „Notfall-Kohlenhydrat“ einpacken, falls Ihr Angehöriger oder Ihre Angehörige unterwegs unterzuckert sein sollte. Dazu eignet sich zum Beispiel Traubenzucker, Saft oder ein Getreide-Riegel. Informieren Sie sich im Zweifel auch, welche Notfälle entstehen können, um in so einem Fall angemessen zu reagieren.
    • Gefühle: Ein Leben mit Diabetes ist eine große Veränderung – fragen Sie Ihren Angehörigen oder Ihre Angehörige ruhig, ob sie oder er darüber sprechen möchte und wie sie emotionale Unterstützung leisten können, schreibt diabinfo.de. Schaffen Sie eine offene, verständnisvolle Atmosphäre und hören Sie vor allem zu.
    • Grenzen: Es kann passieren, dass die eigenen Emotionen in so einer Situation in den Vordergrund geraten. Das kann zum Beispiel aus Sorge passieren. Ihren Angehörigen mit Diabetes hilft das allerdings nicht unbedingt und es kann schnell zum Gegenteil von Unterstützung werden, schreibt diabinfo.de. Haben Sie stattdessen ein offenes Ohr, signalisieren Sie Ihre Bereitschaft zu helfen, statt sich ungefragt zu involvieren. Es kann nett gemeint sein, wenn Sie die Blutzuckerwerte genau überwachen und Ihre angehörige Person darauf hinweisen. Es kann aber auch erdrückend wirken und dazu führen, dass Ihre angehörige Person ihre Erfahrungen nicht mehr so gerne mit Ihnen teilt.
    • Verständnis: Laut diabinfo.de können Diabetes-Symptome auch eine Veränderung der Laune hervorrufen: „Besonders bei extrem niedrigen Blutzuckerwerten können Personen mit Diabetes aggressiv wirken“, heißt es. Seien Sie am besten nachsichtig und behalten Sie im Hinterkopf, dass schlechte Stimmung mit der Diabetes-Erkrankung zusammenhängen kann.
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