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Östrogendominanz: Wie erkennt man sie?

Frauengesundheit

Östrogendominanz: Wie erkennt man sie?

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    Wenn die Hormone aus dem Gleichgewicht geraten, kann das den Körper und die Stimmung beeinflussen.
    Wenn die Hormone aus dem Gleichgewicht geraten, kann das den Körper und die Stimmung beeinflussen. Foto: nenetus, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Viele Beschwerden wie Müdigkeit, Stimmungsschwankungen oder Wassereinlagerungen lassen sich nicht immer sofort erklären. Manchmal steckt dahinter ein Ungleichgewicht der Hormone, dazu gehört auch die sogenannte Östrogendominanz. Doch was bedeutet das genau, welche Anzeichen können darauf hindeuten und wodurch entsteht eine Östrogendominanz? Hier erfahren Sie mehr dazu.

    Was ist eine Östrogendominanz?

    Östrogen und Progesteron sind Hormone, die eng zusammenwirken und verschiedene Prozesse im Körper steuern. Damit dieses Zusammenspiel reibungslos funktioniert, braucht es ein aufeinander abgestimmtes Verhältnis beider Hormone. Ist der Anteil von Östrogen im Vergleich zu Progesteron jedoch zu hoch, entsteht ein Ungleichgewicht, das als Östrogendominanz bezeichnet wird. Laut der Cleveland Clinic fehlt dabei die regulierende Wirkung von Progesteron, wodurch das Östrogen im Körper stärker zum Tragen kommt.

    Was sind die Symptome einer Östrogendominanz?

    Eine Östrogendominanz hat also nicht nur mit Östrogen selbst zu tun, sondern auch mit dem fehlenden Ausgleich durch Progesteron. Doch woran lässt sich erkennen, dass der Hormonhaushalt aus der Balance geraten ist und Östrogen überwiegt? Laut NetDoktor zählen zu den häufigsten Anzeichen einer Östrogendominanz folgende Symptome:

    • Veränderte Regelblutung: Die Regel kann deutlich schwächer oder stärker ausfallen als gewohnt, manchmal treten zusätzlich Schmierblutungen auf.
    • Gewichtszunahme: Vor allem an Hüften, Bauch und Oberschenkeln können sich Fettpolster bilden. Das liegt daran, dass ein Überschuss an Östrogen die Einlagerung von Fett im Körper begünstigt.
    • Wassereinlagerungen: Durch den Einfluss von Östrogen auf den Flüssigkeitshaushalt kommt es häufiger zu Einlagerungen im Gewebe.
    • Müdigkeit: Viele Betroffene fühlen sich dauerhaft erschöpft und haben weniger Energie im Alltag.
    • Schlafstörungen: Ein unausgeglichenes Verhältnis der Hormone kann den Schlafrhythmus durcheinander bringen und zu unruhigen Nächten führen.
    • Stimmungsschwankungen: Manche Frauen reagieren sensibler, fühlen sich gereizt oder neigen zu depressiven Verstimmungen. Verantwortlich dafür ist der Einfluss von Östrogen auf Botenstoffe im Gehirn, die die Stimmung steuern.
    • Libidoverlust: Bei manchen Betroffenen nimmt das sexuelle Verlangen ab, was ebenfalls mit dem hormonellen Ungleichgewicht zusammenhängen kann.
    • Verstärktes prämenstruelles Syndrom: Die Beschwerden vor der Regelblutung können bei einer Östrogendominanz stärker ausgeprägt sein.
    • Veränderungen in der Brust: Eine Östrogendominanz kann das Bindegewebe in der Brust wachsen lassen und Zysten begünstigen. Dadurch können sich die Brüste geschwollen, knotig oder empfindlich anfühlen.
    • Dünneres Haar: Das Ungleichgewicht der Hormone kann die Haarfollikel schwächen, was feineres Haar oder gelegentlich Haarausfall zur Folge hat.
    • Kognitive Veränderungen: Eine Östrogendominanz kann sich auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken. Typisch dafür sind dann Konzentrationsprobleme, Wortfindungsstörungen und kleinere Gedächtnislücken.

    Was kann eine Östrogendominanz auslösen?

    Eine Östrogendominanz zeigt sich also durch ganz unterschiedliche Beschwerden. Ebenso vielfältig sind die möglichen Ursachen. Grundsätzlich kann entweder eine vermehrte Bildung von Östrogen oder ein Mangel an Progesteron dahinterstecken. Laut NetDoktor gehören zu den Auslösern dafür unter anderem:

    • Wechseljahre: Gerade zu Beginn der Wechseljahre kann es zu einer Östrogendominanz kommen. Laut Frauenärzte im Netz liegt das daran, dass die Eierstöcke zwar noch viel Östrogen produzieren, gleichzeitig aber immer weniger Progesteron gebildet wird.
    • Hoher Körperfettanteil: Fettgewebe kann selbst Östrogen bilden. Bei Menschen mit viel Körperfett steigt dadurch der Östrogenspiegel an, was das Gleichgewicht mit dem Progesteron stört.
    • Eingeschränkte Leberfunktion: Wird überschüssiges Östrogen nicht mehr von der Leber ausreichend abgebaut, sammelt es sich im Körper an und kann so zu einer Dominanz führen.
    • Zu viel Stress: Anhaltender Stress fördert die Bildung von Cortisol, wodurch weniger Progesteron produziert wird. Das Ungleichgewicht führt dazu, dass Östrogen im Verhältnis überwiegt.
    • Insulinresistenz: Reagieren die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin, steigt der Blutzuckerspiegel. Das führt dazu, dass einerseits mehr Östrogen gebildet wird, andererseits die Leber den Abbau von Östrogen schlechter bewältigt.
    • Hormonersatztherapie: Wird bei einer Hormonersatztherapie das Verhältnis von Östrogen und Progesteron nicht richtig ausbalanciert, kann das zu einer Östrogendominanz führen.

    Die Rolle von Östrogen und Progesteron im Körper

    Östrogen und Progesteron sollten also in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, damit es nicht zu einer Östrogendominanz kommt. Doch welche Aufgaben übernehmen die beiden Hormone überhaupt? Laut der Gesundheitsplattform Verywell Health sind sie bei Frauen an zentralen Prozessen beteiligt, etwa an der Pubertät, am Menstruationszyklus, während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Außerdem beeinflussen sie Stimmung, Libido und die Knochengesundheit.

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