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Östrogendominanz: Wie wirkt sich der Überschuss auf die Psyche aus?

Frauengesundheit

Östrogendominanz: Wie wirkt sich der Überschuss auf die Psyche aus?

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    Eine Östrogendominanz kann sich auf die Psyche auswirken.
    Eine Östrogendominanz kann sich auf die Psyche auswirken. Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa-tmn (Symbolbild)

    Hormone wie Östrogen und Progesteron beeinflussen nicht nur den Körper, sondern auch das psychische Wohlbefinden. Gerät ihr Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, kann das spürbare Folgen haben. Wie viel Östrogen im Blut als normal gilt, was unter einer Östrogendominanz verstanden wird und welche psychischen Folgen damit verbunden sein können, zeigt dieser Artikel im Überblick.

    Östrogendominanz: Wie viel Östrogen im Blut ist normal?

    Östrogen ist eines der wichtigsten Sexualhormone im weiblichen Körper und übernimmt viele zentrale Aufgaben. Laut dem österreichischen Bundesministerium für Gesundheit ist es so nicht nur für die Geschlechtsentwicklung und Fruchtbarkeit wesentlich, sondern auch an zahlreichen anderen Prozessen beteiligt, etwa an der Knochengesundheit.

    Dabei gibt es verschiedene Formen von Östrogen, darunter Östradiol, Östron und Östriol, die jeweils in unterschiedlichen Konzentrationen im Blut vorkommen. Nach Angaben von Frauenärzte im Netz hängt der Spiegel unter anderem von der Zyklusphase ab und liegt zum Beispiel für Östradiol zwischen 10 und 320 Pikogramm pro Milliliter sowie für Östron zwischen 50 und 80 Pikogramm pro Milliliter. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle, da sich die Konzentration von Östrogen im Laufe des Lebens verändert.

    Was ist eine Östrogendominanz?

    Neben dem Sexualhormon Östrogen spielt auch das Progesteron eine wichtige Rolle im weiblichen Körper. Beide Hormone wirken nämlich eng zusammen und steuern so verschiedene Prozesse, wie die Cleveland Clinic erklärt. Damit diese Zusammenarbeit jedoch ohne Probleme funktioniert, müssen die Östrogenkonzentration und die Progesteronkonzentration im Blut in einem aufeinander abgestimmten Verhältnis zueinander stehen.

    Ist der Anteil von Progesteron im Vergleich zum Östrogen zu niedrig, entsteht ein Ungleichgewicht, das laut der Cleveland Clinic als Östrogendominanz bezeichnet wird. Liegt diese vor, kann das auf den Körper verschiedenste Auswirkungen haben, da die regulierende Wirkung des Progesterons fehlt und die Wirkung des Östrogens dann überproportional stark ausfällt.

    Auswirkungen der Östrogendominanz auf die Psyche

    Da Östrogen und Progesteron zahlreiche Abläufe im Körper steuern, macht sich ein Ungleichgewicht nicht nur körperlich, sondern auch psychisch bemerkbar. Eine Östrogendominanz kann also direkte Auswirkungen auf die Psyche haben. Zu den möglichen Folgen zählen laut NetDoktor unter anderem:

    • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Depressionen: Ein zu hoher Östrogenspiegel beeinflusst die Botenstoffe im Gehirn, die für die Stimmungslage zuständig sind, darunter Serotonin, auch als „Glückshormon“ bekannt. Durch dieses Ungleichgewicht können psychische Beschwerden wie Reizbarkeit, starke Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen auftreten.
    • Brain Fog und Gedächtnisprobleme: Ein Übermaß an Östrogen kann auch die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Typisch sind Schwierigkeiten bei der Konzentration, Wortfindungsstörungen oder Gedächtnislücken. Ursache ist die Wirkung des Hormons auf die Gehirnfunktion, die Signalübertragung durch Neurotransmitter und die Vernetzung der Nervenzellen.
    • Verringerte sexuelle Lust: Durch das hormonelle Ungleichgewicht können Stimmung und Energielevel sinken. Das wirkt sich bei manchen Betroffenen auch auf das sexuelle Verlangen aus, das deutlich nachlassen kann.
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