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Ovulation, Periode und Co.: Welche Zyklusphasen gibt es?

Frauengesundheit

Ovulation, Periode und Co.: Welche Zyklusphasen gibt es?

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    Die Menstruationsphase ist eine von vier Zyklusphasen.
    Die Menstruationsphase ist eine von vier Zyklusphasen. Foto: Annette Riedl, dpa (Symbolbild)

    Der weibliche Körper durchläuft einen wiederkehrenden Zyklus, der eng mit Fruchtbarkeit und Gesundheit verbunden ist. Dabei verändert sich das Zusammenspiel von Hormonen und Organen in mehreren Phasen, die sich regelmäßig wiederholen. Welche Phasen das sind, welche Störungen auftreten können und wann ärztlicher Rat sinnvoll ist, erfahren Sie hier.

    Diese vier Phasen gibt es im Menstruationszyklus

    Der Menstruationszyklus begleitet die meisten Frauen im gebärfähigen Alter und spielt eine zentrale Rolle im Fortpflanzungssystem. Laut Angaben des LMU Klinikums tritt er in der Regel in etwa monatlich auf und dauert durchschnittlich 28 Tage. Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruationsblutung und endet mit dem letzten Tag vor der nächsten Blutung.

    Als regelmäßig gilt ein Zyklus, wenn er zwischen 20 und 35 Tagen lang ist und die Blutung drei bis fünf Tage anhält, wie das LMU Klinikum erklärt. Innerhalb dieser Zeit durchläuft der weibliche Körper vier verschiedene Zyklusphasen. Dabei handelt es sich laut Cleveland Clinic um folgende Phasen:

    1. Menstruationsphase:

    Die Menstruationsphase steht am Anfang jedes neuen Menstruationszyklus. Laut Cleveland Clinic markiert der erste Tag der Monatsblutung ihren Beginn. In dieser Phase wird die Schleimhaut der Gebärmutter abgestoßen, was sich als Menstruationsblutung zeigt.

    2. Follikelphase:

    Die Follikelphase beginnt ebenfalls am ersten Tag der Monatsblutung und endet mit dem Eisprung. Nach Angaben der Cleveland Clinic steigt in dieser Zeit der Östrogenspiegel, wodurch sich die Gebärmutterschleimhaut verdickt. Gleichzeitig stimuliert das follikelstimulierende Hormon (FSH) das Wachstum von Follikeln in den Eierstöcken, bis eine Eizelle vollständig herangereift ist.

    3. Ovulationsphase:

    Etwa zur Mitte des Zyklus kommt es zum Eisprung. Laut Cleveland Clinic löst ein plötzlicher Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) die Freisetzung einer reifen Eizelle aus dem Eierstock aus. Dieser Vorgang wird als Ovulation oder Eisprung bezeichnet.

    4. Lutealphase:

    Nach dem Eisprung setzt die Lutealphase ein. Wie die Cleveland Clinic erklärt, wandert die Eizelle nun durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Gleichzeitig steigt der Progesteronspiegel an, um die Schleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Bleibt eine Befruchtung aus, fallen die Hormonwerte ab und die Schleimhaut wird mit der Menstruation abgestoßen. Damit beginnt der Zyklus erneut.

    Zyklusstörungen: Das kann dahinter stecken

    Der Menstruationszyklus ist neben seiner Relevanz für das Fortpflanzungssystem auch ein wichtiger Indikator für die Gesundheit. Dabei verläuft er nicht immer reibungslos. Laut dem Zentrum für Endokrinologie und Stoffwechsel kann es zu verschiedenen Abweichungen kommen. So gibt es Zyklen, die deutlich länger oder kürzer als üblich sind, Blutungen, die ganz ausbleiben, sehr schmerzhaft oder besonders stark ausfallen. Auch Blutungen außerhalb des normalen Rhythmus zählen zu den häufigen Formen von Zyklusstörungen.

    Hinter solchen Zyklusstörungen können viele verschiedene Ursachen stecken. Laut dem österreichischen Gesundheitsministerium zählen dazu unter anderem:

    • Hormonell: Schilddrüsenerkrankungen, PCO-Syndrom, Gelbkörperschwäche.
    • Organisch: Myome, Polypen oder Tumore der Gebärmutter, Endometriose, Zysten oder Entzündungen der Eierstöcke.
    • Andere Faktoren: Infektionen, chronische Erkrankungen, Verhütungsmittel, starkes Über- oder Untergewicht, intensive sportliche Belastung oder psychische Belastungen wie Stress oder Konflikte.

    Auffälligkeiten im Zyklus: Wann sollte man zum Arzt gehen?

    Nicht immer sind Unregelmäßigkeiten im Zyklus sofort ein Grund zur Sorge. Laut dem österreichischen Gesundheitsministerium sollte jedoch medizinischer Rat eingeholt werden, wenn mit 15 Jahren noch keine Regelblutung eingesetzt hat, oder die Periode länger als drei Monate ausbleibt, ohne dass eine Schwangerschaft oder Stillzeit vorliegt. Auch sehr starke und lange, ungewöhnlich häufige oder seltene Blutungen sowie wiederkehrende starke Schmerzen und häufige Zwischenblutungen gelten als Warnzeichen, die abgeklärt werden sollten.

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