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Ovulationsphase: Was macht der Eisprung im Körper?

Frauengesundheit

Ovulationsphase: Was macht der Eisprung im Körper?

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    Während des Eisprungs können sogenannte Mittelschmerzen auftreten.
    Während des Eisprungs können sogenannte Mittelschmerzen auftreten. Foto: Hans-Jürgen Wiedl, dpa (Symbolbild)

    Etwa in der Mitte des Zyklus erreicht der weibliche Körper einen seiner wichtigsten Momente: den Eisprung. Viele Prozesse laufen dabei unbemerkt im Hintergrund ab, manche lassen sich jedoch unter Umständen sogar spüren. Hier erfahren Sie, was in dieser Zeit im Körper geschieht.

    Wann findet die Ovulationsphase im Zyklus statt?

    Die Ovulationsphase ist ein zentraler Bestandteil des Menstruationszyklus. Laut dem LMU Klinikum dauert der gesamte Zyklus im Durchschnitt etwa 28 Tage, der erste Tag der Menstruationsblutung markiert dabei den Beginn, der letzte Tag vor der nächsten Blutung das Ende eines Zyklus. Jedoch kann die Dauer auch von Person zu Person variieren: Auch Zyklen mit einer Länge zwischen 20 und 35 Tagen sowie Blutungen von drei bis fünf Tagen gelten noch als regelmäßig.

    In diesem also etwa monatlich ablaufenden Prozess lassen sich vier Phasen unterscheiden, die in jedem Zyklus wieder aufs Neue durchlaufen werden. Laut Angaben der Cleveland Clinic handelt es sich dabei um folgende:

    1. Menstruationsphase
    2. Follikelphase
    3. Ovulationsphase
    4. Lutealphase

    Die Ovulationsphase bildet somit die dritte Phase nach der Menstruationsphase und Follikelphase und schließt unmittelbar an letztere an. Sie tritt ungefähr in der Mitte des Zyklus auf, also um den 14. Tag, wenn man von einem 28-tägigen Zyklus ausgeht, wie die Cleveland Clinic erklärt.

    Was passiert in der Ovulationsphase im Körper?

    Die Ovulationsphase setzt nach Follikelphase ein. In der Follikelphase haben sich zuvor im Eierstock mehrere Follikel entwickelt, von denen im Verlauf jedoch nur einer weiter wächst, wie das MSD Manual erklärt. Nur in diesem dominanten Follikel reift die Eizelle vollständig heran, wohingegen sich die übrigen Follikel später wieder zurückbilden. Dieser dominante Follikel beginnt, Östrogen zu bilden. Der steigende Östrogenspiegel führt dann dazu, dass das sogenannte luteinisierende Hormon (LH) ausgeschüttet wird.

    Dieser LH-Anstieg markiert dann den Beginn der Ovulationsphase. Dieses Hormon bewirkt, dass sich der reife Follikel an der Oberfläche des Eierstocks vorwölbt, bis er schließlich aufreißt und die Eizelle freigesetzt wird. Dieser Vorgang, auch als Eisprung bekannt, kennzeichnet das Ende der Ovulationsphase. Laut dem MSD Manual dauert die gesamte Ovulationsphase in etwa 16 bis 32 Stunden.

    Welche Zeichen können auf einen Eisprung hinweisen?

    Während der Ovulationsphase passiert also in kurzer Zeit relativ viel im Körper. Manche Personen bemerken in dieser Phase rund um den Eisprung auch körperliche Veränderungen, die auf den Eisprung hindeuten können. Laut der Mayo Clinic zählt dazu der Ausfluss aus der Scheide: Kurz vor dem Eisprung wird er häufig klar, dünnflüssig und dehnbar, ähnlich wie Eiweiß. Nach dem Eisprung nimmt die Menge in der Regel ab und die Konsistenz wird wieder zäher. Auch die Körpertemperatur kann ein Hinweis sein. Denn die sogenannte Basaltemperatur, also die Temperatur des Körpers in Ruhe, steigt während des Eisprungs leicht an.

    Schmerzen während des Eisprungs: Ist das normal?

    Manche Menschen verspüren in der Phase rund um den Eisprung leichte bis mittlere Schmerzen im Unterleib. Dabei kann es sich um den sogenannten Mittelschmerz handeln, der während des Eisprungs völlig normal ist, wie der britische Gesundheitsdienst NHS erklärt. Typisch ist dabei ein ziehender oder stechender Schmerz, der auf einer Seite des Unterbauchs auftritt. Der Schmerz kann nur wenige Minuten, aber auch ein bis zwei Tage anhalten und tritt meist etwa 14 Tage vor Beginn der nächsten Periode auf.

    Laut dem NHS kann der Schmerz also ein normales Begleitsymptom des Eisprungs sein. Es können aber auch andere Ursachen hinter den Schmerzen stecken. Dazu zählen etwa Endometriose, Zysten an den Eierstöcken, bestimmte Infektionen wie Chlamydien, Narbengewebe nach Operationen oder in seltenen Fällen auch eine Eileiterschwangerschaft.

    Wer unter starken Schmerzen leidet, die trotz Schmerzmitteln nicht nachlassen oder regelmäßig auftreten oder zusätzlich vermutet, schwanger zu sein, sollte laut dem NHS ärztlichen Rat einholen.

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