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Snooze beim Aufwachen: Darum sollten Sie die Schlummertaste nicht nutzen

Schlaf

Snooze beim Aufwachen: Darum sollten Sie die Schlummertaste nicht nutzen

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    Kurz die Snooze-Taste drücken und dann weiterschlafen: Das kennen wohl die Meisten.
    Kurz die Snooze-Taste drücken und dann weiterschlafen: Das kennen wohl die Meisten. Foto: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

    Fast jeder kennt es: Der Wecker klingelt, doch statt sofort aufzustehen, drückt man noch ein paar Mal die Schlummertaste. Ein paar Minuten mehr Schlaf wirken häufig verlockend, doch ist das Snoozen wirklich eine gute Idee? Hier erfahren Sie mehr dazu.

    Wie weit verbreitet ist das “Snoozen”?

    Nach dem ersten Alarm nicht sofort aufzustehen, sondern die Snooze-Taste, auch Schlummertaste genannt, zu drücken und noch ein paar Minuten liegenzubleiben, ist ein weit verbreitetes Phänomen. Eine Forschergruppe um die Schlafforscherin Rebecca Robbins hat bei der Auswertung von Daten einer App zur Schlafüberwachung nämlich herausgefunden, dass in mehr als der Hälfte der aufgezeichneten Schlafsessions die Snooze-Taste genutzt wurde. Grundlage der Untersuchung waren die Daten von 21.222 App-Nutzern mit über drei Millionen Schlafaufzeichnungen aus verschiedenen Teilen der Welt.

    Im Durchschnitt wurde die Schlummertaste 2,4 Mal betätigt, wobei sich die durchschnittliche Schlummerzeit auf 10,8 Minuten belief. Auffällig war zudem, dass Frauen häufiger “snoozten”, ebenso Personen mit besonders langen Schlafsessions von über neun Stunden. Auch Menschen, die spät ins Bett gehen, nutzen die Funktion häufiger als Frühschläfer. Interessant ist außerdem der internationale Vergleich: hier sind die Unterschiede zwar insgesamt nicht sehr groß, dennoch gehört Deutschland zu den Ländern, in denen die Schlummertaste besonders häufig genutzt wird. Nur in Japan wird sie noch öfter gedrückt.

    Snooze beim Aufwachen: Das spricht dagegen

    Viele Personen greifen also regelmäßig auf die Schlummertaste zurück. Dabei ist das nicht ohne Risiken, wie die Cleveland Clinic erklärt. Denn während der letzten Schlafphase befindet man sich häufig im sogenannten REM-Schlaf, der für Erholung und Regeneration wichtig ist. Wird dieser Abschnitt durch wiederholtes Drücken der Schlummertaste gestört, kann der Körper mit Stresssymptomen wie beschleunigtem Herzschlag oder einem Anstieg des Blutdrucks darauf reagieren. Gleichzeitig bedeutet das kurze Weiterschlafen nicht, dass echte Erholung gewonnen wird. Regelmäßiges Snoozen kann zudem auch ein Hinweis darauf sein, dass der Schlaf insgesamt nicht ausreicht oder eine unerkannte Schlafstörung vorliegt.

    Snooze beim Aufwachen: Nicht zwangsläufig für jeden schlecht

    Das Drücken der Schlummertaste kann also durchaus negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Heißt das im Umkehrschluss, dass Snoozen für alle schlecht ist und man unbedingt darauf verzichten sollte? Ganz so eindeutig ist es nicht. Denn es gibt auch Hinweise darauf, dass Snoozen in bestimmten Fällen sogar hilfreich sein könnte.

    Eine schwedische Studie zeigte nämlich, dass eine kurze Snooze-Phase von rund 30 Minuten die Leistungsfähigkeit bei kognitiven Tests direkt nach dem Aufstehen nicht verschlechterte, sondern in manchen Fällen sogar verbesserte. Zwar ging dabei etwas Schlafzeit verloren, gleichzeitig wurde jedoch verhindert, dass Personen aus einer besonders tiefen Schlafphase gerissen wurden. Die Forschenden stellten außerdem fest, dass sich das Snoozen weder auf die Ausschüttung von Stresshormonen noch auf Müdigkeit, Stimmung oder den Ablauf des Schlafs in der Nacht spürbar auswirkte. Aus ihren Ergebnissen leiten sie ab, dass vor allem Personen mit spätem Chronotyp („Eulen“) oder Menschen, die morgens stark unter Müdigkeit leiden, von einem kurzen Snoozen profitieren könnten.

    Allerdings muss betont werden, dass in der Studie nur eine kleine Stichprobe von 31 Personen berücksichtigt wurde, die regelmäßig die Schlummertaste nutzen. Ob und für wen Snoozen tatsächlich Vorteile hat, ist daher bislang nicht abschließend geklärt.

    Früher aufwachen ohne Snooze: Tipps für eine erholsame Nacht

    Für manche kann Snoozen also eventuell hilfreich sein, um leichter aufzuwachen. Es gibt jedoch auch andere Maßnahmen, die dabei unterstützen können, früh aufzustehen und die Schlummertaste gar nicht erst zu brauchen. Dazu zählt laut der Sleep Foundation unter anderem:

    • Früher ins Bett gehen: Ein früherer Schlafbeginn sorgt dafür, dass man genug Schlaf bekommt und morgens erholter aufwacht.
    • Koffein und Alkohol abends meiden: Wer abends darauf verzichtet, schläft ruhiger und kommt leichter aus dem Bett.
    • Morgenlicht nutzen: Natürliches Licht direkt nach dem Aufstehen signalisiert dem Körper, wach zu werden.
    • Bewegung einbauen: Sport verbessert die Schlafqualität und erleichtert das frühe Aufstehen.
    • Licht abends meiden: Gedimmte Lampen und weniger Bildschirmzeit am Abend unterstützen das Einschlafen.
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