Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems. Doch wie wirkt sich eine vegetarische Ernährungsweise, bei der auf Fleisch und Fisch verzichtet wird, auf den Blutdruck aus? Und wie lassen sich vegetarische Gerichte gut in den Alltag einbauen?
Vegetarisch essen: So wirkt sich die Ernährungsweise auf den Blutdruck aus
Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Dazu zählt auch der Blutdruck, der sich verändern kann, je nachdem, was auf dem Speiseplan steht. Das gilt auch, wenn man sich vegetarisch ernährt und somit auf Fleisch und Fisch verzichtet. Das kann besonders interessant sein, wenn es um das Thema Bluthochdruck geht. Denn wie die Deutsche Hochdruckliga erklärt, kann sich eine fleisch- und fischfreie Ernährung in diesem Fall positiv auswirken, da sie den systolischen Blutdruck senken kann. Außerdem hilft sie in vielen Fällen beim Abnehmen und führt häufig dazu, dass man weniger Kochsalz zu sich nimmt, was ebenfalls gut für den Blutdruck ist.
Das liegt unter anderem daran, dass Fleischkonsum der Herzgesundheit schaden kann. Laut der Johns Hopkins University kann so zum Beispiel der Verzehr von rotem Fleisch den Blutdruck beeinflussen. Beim Abbau der gesättigten Fettsäuren, die im Fleisch enthalten sind, werden nämlich Stoffe freigesetzt, die den Blutdruck erhöhen.
Bluthochdruck: Wie beeinflusst vegetarische Ernährung Risikofaktoren des Herzens?
Eine vegetarische Ernährung kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Doch kann sie damit auch Herzkrankheiten vorbeugen? Wie die Harvard Medical School erklärt, ist sich die Forschung bislang nicht vollständig einig, ob sich eine vegetarische Ernährung langfristig auf die Herzgesundheit auswirkt. Es gibt noch nicht genügend Daten, um sicher zu sagen, ob die Ernährung selbst oder andere Lebensgewohnheiten ausschlaggebend sind. Bisher zeigen Studien laut der Harvard Medical School jedoch, dass Vegetarierinnen und Vegetarier wohl ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte haben sowie für Todesfälle infolge von Herzkrankheiten.
Wie kann man vegetarische Gerichte in den Alltag einbauen?
Vegetarisch zu essen, kann sich also positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Wer diese Ernährungsweise ausprobieren oder öfter fleisch- und fischfreie Mahlzeiten in den Alltag einbauen möchte, fragt sich vielleicht, wie das praktisch gelingen kann. Laut der Harvard Medical School gibt es einige einfache Tipps für den Einstieg, die dabei helfen, mehr vegetarische Gerichte in den Speiseplan einzubauen:
- Einmal pro Woche ein vegetarisches Gericht kochen
- Gemüse auch als Snack essen, zum Beispiel mit Hummus oder Salsa
- Fleisch nur in kleinen Mengen verwenden, eher als Beilage statt Hauptgericht
- Zum Frühstück Vollkorngetreide wie Haferflocken, Quinoa oder Buchweizen mit Obst kombinieren
- Grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold oder Grünkohl regelmäßig einplanen
- Für Süßes lieber frisches Obst wählen etwa Pfirsiche, Melone oder Äpfel
Worauf sollte man als Vegetarier achten?
Trotz der potenziell positiven Effekte einer vegetarischen Ernährung kann sie bei falscher Umsetzung auch Nachteile haben. So ist es zum Beispiel wichtig, auf eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen zu achten. Laut der Verbraucherzentrale können bestimmte Stoffe bei einer fisch- und fleischfreien Ernährung nämlich sonst zu kurz kommen, darunter Eisen, Jod, langkettige Omega-3-Fettsäuren und Vitamin B12. Wer sich diesbezüglich unsicher ist, sollte sich laut Verbraucherzentrale von Ernährungsfachpersonal beraten und einmal im Jahr beim Hausarzt oder bei der Hausärztin einen Bluttest zur Kontrolle durchführen lassen.
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