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Welches Hormon reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus?

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Welches Hormon reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus?

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    Melatonin kommt in der Nacht in höherer Konzentration im Körper vor, als am Tag.
    Melatonin kommt in der Nacht in höherer Konzentration im Körper vor, als am Tag. Foto: Christophe Gateau, dpa (Symbolbild)

    Der menschliche Körper folgt einem Tagesablauf, der bestimmt, wann wir uns wach fühlen und wann Müdigkeit einsetzt. Dieser Rhythmus entsteht nicht zufällig, sondern wird durch verschiedene Prozesse gesteuert. Doch welches Hormon ist dabei besonders wichtig und wie wirkt es im Körper? Hier erfahren Sie mehr dazu.

    Melatonin: Das zentrale Hormon des Schlafrhythmus

    Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist ein komplexer Vorgang, bei dem verschiedene Prozesse ablaufen. Auf hormoneller Ebene ist das Hormon Melatonin zentral daran beteiligt und daher ein wichtiger Teil des Einschlafens und Aufwachens. Wie die Cleveland Clinic erklärt, bildet der Körper das Hormon in der Zirbeldrüse, das bei Dunkelheit am meisten ausgeschüttet wird und weniger, wenn es hell ist.

    Aber wie wirkt das Melatonin dann auf den Körper? Laut der Cleveland Clinic wirkt das Hormon auf den Hypothalamus im Gehirn, worauf dieser seine gesteuerten Funktionen wie Körpertemperatur und Blutdruck herunterfährt, um den Körper auf den Schlaf vorzubereiten. Man wird dadurch müder. Außerdem wirkt Melatonin auf die Netzhaut in den Augen, wodurch sie weniger lichtempfindlich wird, was den Körper zusätzlich entspannt und müde macht. Am Morgen, wenn natürliches Licht wieder vorhanden ist, schüttet der Körper weniger Melatonin aus und die Netzhaut wird aktiver. Insgesamt hat es also großen Anteil daran, dass man am Abend müde und am Morgen wieder wach wird.

    Müdigkeit im Winter: Gibt es einen Zusammenhang mit Melatonin?

    Melatonin ist also ein wichtiger Faktor für den Schlafrhythmus, der stark von Licht beeinflusst wird. Aber was bedeutet das für die dunkle Jahreszeit? Wie die Cleveland Clinic erklärt, können die unterschiedlichen Lichtverhältnisse die Melatoninproduktion verändern und zum Beispiel dafür sorgen, dass man in den dunkleren Monaten häufiger müde ist. Beim Aufstehen ist es nämlich oft noch dunkel, die Melatoninproduktion ist also noch nicht gehemmt. Und da es im Laufe des Tages häufig nur wenige Sonnenstunden gibt, wird insgesamt mehr Melatonin ausgeschüttet, was als Folge zu verstärkter Müdigkeit führen kann.

    Melatonin und Bildschirme: So können sie den Schlaf stören

    Nicht nur natürliches Licht hat Einfluss auf die Produktion von Melatonin. Denn wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen erläutert, kann auch künstliches Licht dafür sorgen, dass weniger Melatonin ausgeschüttet wird. Je ähnlicher dieses Licht dem Tageslicht ist, desto stärker wirkt es auf die Produktion. Das kann vor allem am Abend problematisch werden, wenn es ums Einschlafen geht. Besonders das bläuliche Licht von Bildschirmen kann die Ausschüttung hemmen, was dazu führen kann, dass man schlechter einschläft.

    Melatonin einnehmen: Wirkung und Nebenwirkung

    Das Hormon Melatonin wird zwar vom Körper selbst gebildet, es gibt jedoch auch Präparate mit künstlich hergestelltem Melatonin, die beim Einschlafen helfen sollen. Laut der Mayo Clinic deuten Studien darauf hin, dass dieses künstliche Melatonin bei bestimmten Schlafstörungen unter Umständen hilfreich sein kann. Außerdem kann es bei akuter Schlaflosigkeit und Jetlag unterstützend wirken. Obwohl es im Gegensatz zu anderen Schlafmedikamenten und bei kurzer Anwendung als relativ sicher gilt, keine Abhängigkeit verursachen und kein Gewöhnungseffekt auftreten soll, wie die Mayo Clinic erklärt, gibt es dennoch einige mögliche Nebenwirkungen. Zu den häufigsten gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Müdigkeit am Tag. Es können aber auch seltenere Beschwerden auftreten, die mit medizinischem Fachpersonal besprochen werden sollten, wie nächtliche Harninkontinenz oder kurzfristige depressive Gefühle.

    Zudem sollte beachtet werden, dass Melatonin müde machen kann und man deshalb innerhalb von fünf Stunden nach der Einnahme nicht fahren oder Maschinen bedienen sollte. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich. Bevor man Melatonin einnimmt, sollte daher immer gemeinsam mit medizinischem Fachpersonal geklärt werden, ob die Einnahme im individuellen Fall sinnvoll und sicher ist.

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