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Zu viel Östrogen: Wie senkt man den Spiegel ab?

Frauengesundheit

Zu viel Östrogen: Wie senkt man den Spiegel ab?

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    Kreuzblütler wie Rosenkohl, Blumenkohl und Brokkoli können helfen, den Östrogenspiegel zu senken.
    Kreuzblütler wie Rosenkohl, Blumenkohl und Brokkoli können helfen, den Östrogenspiegel zu senken. Foto: SewcreamStudio, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Ein hormonelles Gleichgewicht ist essenziell für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ist die Balance gestört, etwa durch zu viel Östrogen im Körper, kann dieser Überschuss zahlreiche Beschwerden verursachen. Doch wie erkennt man eigentlich eine Östrogendominanz? Ab welchen Werten spricht man von zu viel Östrogen? Und wie kann man den Östrogenspiegel effektiv senken und das Gleichgewicht der Hormone wiederherstellen? Dieser Artikel erklärt, was zu viel Östrogen genau bedeutet und was gegen den Überschuss helfen kann.

    Was ist Östrogen?

    Östrogen ist neben Progesteron eines der wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone. Wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erklärt, wird es hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet, kann aber auch in geringen Mengen beim Mann vorkommen. Dabei handelt es sich nicht um eine einzelne Substanz, sondern eine Gruppe von Hormonen. Zu den wichtigsten gehören laut dem CTL und Ortholabor:

    • Östradiol
    • Östron
    • Östriol

    Diese Hormone steuern laut dem IQWiG viele lebenswichtige Prozesse im Körper der Frau, wie den Menstruationszyklus, die Reifung der Eizellen und die Vorbereitung der Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft. Ab der Pubertät steigt die Östrogenproduktion an und bleibt während der fruchtbaren Jahre auf einem hohen Niveau. Bis er mit dem Beginn der Wechseljahre deutlich abfällt.

    Wie viel ist zu viel Östrogen?

    Ein Mangel an Östrogen kann weitreichende Folgen haben. Neben Zyklusstörungen und Hitzewallungen kann dieser laut dem Universitätsspital Zürich sogar Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Doch auch zu viel Östrogen, die sogenannte Östradioldominanz, kann bei Frauen vielfältige Symptome und gesundheitliche Probleme verursachen. 

    Doch wie viel Östrogen ist eigentlich zu viel? Entscheidend ist laut der Deutschen Heilpraktiker-Zeitschrift (DHZ) das Gleichgewicht zu den anderen Sexualhormonen Progesteron und Testosteron. Ist eines davon zu viel oder zu wenig vorhanden, kann dies das hormonelle Gleichgewicht durcheinanderbringen. Eine Östradioldominanz kommt bei Frauen vergleichsweise häufig vor. Die normalen Verhältniswerte der Hormone sind dabei:

    Verhältnis Östradiol zu Testosteron:

    • Frauen vor der Menopause: ca. 1:6
    • Frauen nach der Menopause ca. 1:10
    • Männer: ca. 1:10

    Verhältnis Östradiol zu Progesteron:

    • Frauen vor der Menopause: ca. 1:200–300
    • Frauen nach der Menopause: ca. 1:100–150
    • Männer: ca. 1:20–50

    Verhältnis Testosteron zu Progesteron:

    • Frauen vor der Menopause ca. 1:30
    • Frauen nach der Menopause: ca. 1:10–15
    • Männer: ca. 1:2–5

    Zu viel Östrogen: Was hilft?

    Um einer Östrogendominanz entgegenzuwirken, ist in erster Linie die Ursache wichtig. Laut der DHZ ist zu viel Östrogen meistens auf einen falschen Lebensstil zurückzuführen, insbesondere bei übergewichtigen Menschen oder Personen mit hohem Körperfettanteil. Um den Östrogenspiegel zu senken, können folgende Tipps helfen:

    • Alkoholkonsum reduzieren
    • Weniger Zucker zu sich nehmen
    • Schnell resorbierbare Kohlenhydrate einschränken
    • Heilpflanzen wie Mönchspfeffer, Erd-Burzeldorn oder chinesischer Raupenpilz

    In manchen Fällen, wenn die Regulationsfähigkeit des Körpers nicht mehr gegeben ist, kann die Einnahme von Hormonersatzpräparaten wie mit bioidentischen Hormonen sinnvoll sein.

    Zu viel Östrogen beim Mann: Was hilft?

    Besonders im fortgeschrittenen Alter haben viele Männer zu viel Östrogen im Körper. Laut dem Facharzt für Innere Medizin und Direktor der St. Georg Klinik Dr. Friedrich Douwes liegt das an einem bestimmten Enzym, das im Alter steigt: die Aromatase. Dieses wandelt nämlich Testosteron in Östrogen um, wodurch der Östrogenspiegel signifikant ansteigen kann. Die hohen Östrogenwerte sind unter anderem auch ein Grund für den vermehrten Fettansatz bei Männern im Alter.

    Zur Behandlung werden Dr. Douwes zufolge Aromatasehemmer eingesetzt. Ein bekanntes Beispiel ist Indol-3-Carbinol, ein Wirkstoff, der in Kreuzblütlern wie Rosenkohl, Blumenkohl und Brokkoli vorkommt. Dieser kann die Aktivität der Aromatase reduzieren und so auch den Östrogenspiegel senken.

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