Hoffentlich hilft das Gebet, das seit 134 Jahren zahllose Christen in der Oberwaldbacher Lourdes-Kapelle und auf dem benachbarten Kalvarienberg zu Ehren der Gottesmutter anstimmen, auch gegen die Corona-Pandemie. Dieser kollektive Wunsch begleitete am Kirchweihtag die Wiedereröffnung der beiden beliebten Wahlfahrtsstätten nach umfassender Restaurierung.
Etwa 275.000 Euro kostete die Generalsanierung von Kreuzweg und Lourdes-Kapelle, die im 19. Jahrhundert der damalige Bürgermeister und Kirchenpfleger Leonhard Altstetter (1841 - 1912) nach einer Pilgerreise ins weltberühmte Lourdes gestiftet und erbaut hatte. Im 21. Jahrhundert machten nun die vielen Eigenleistungen, Spenden und Zuschüsse die Investition für die kleine Pfarrei Oberwaldbach erschwinglich.
Mit Maske und Abstand
Darauf wies Pfarrer Monsignore Wolfgang Miehle beim feierlichen Gottesdienst zur Wiedereröffnung hin, die er unter freiem Himmel zelebrierte.
Die Musikkapelle Freihalden-Oberwaldbach untermalte die Messe ansprechend.
Auch die Fahnenabordnungen der heimischen Vereine gaben der Gottesmutter die Ehre. In Anbetracht der Corona-Krise folgten relativ viele Gläubige aus Oberwaldbach und Nachbardörfern mit Mund-Nase-Bedeckung und Sicherheitsabstand der Zeremonie, bei der auch die Einweihungsurkunde eingemauert wurde.
"Zum Segen der ganzen Gegend"
Monsignore Miehle zitiere in seiner Festpredigt aus dem Zeitungsbericht von der ersten Einweihung nach der Baufertigstellung 1886. Der Schlusssatz endete anno dazumal mit den Worten: „… sicherlich wird die neue Lourdes-Kapelle eine Stätte werden, an welcher viel gebetet wird zum Nutzen und zum Segen der ganzen Gegend.“
134 Jahre danach fügte Ortspfarrer Miehle an: „Dass dies auch in Zukunft so bleibt, ist mein Wunsch an uns alle.“ (bj)
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