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Gundremmingen: Gundremmingen und der Bauernkrieg 1525

Gundremmingen

Gundremmingen und der Bauernkrieg 1525

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    Sonderausstellung zum Bauernkrieg 1525 in Gundremmingen
    Sonderausstellung zum Bauernkrieg 1525 in Gundremmingen Foto: Hans Joas

    Das Staatsarchiv Augsburg verwahrt in seinem Bestand „Pflegamtsakten Aislingen“ ein bisher unbekannt gebliebenes Dokument von höchstem Interesse für die Regionalgeschichte des Bauernkriegs: Eine Eingabe der „ganzen Gemeinde“ Gundremmingen an den Augsburger Fürstbischof. Am 8. März 1525 beklagen die seit 1492 hochstiftischen Untertanen ihre Sorgen: Es drücken die Verpflichtungen aus der Leibeigenschaft. Man bittet seine Fürstliche Gnaden, er möge diese Beschwernisse „abstellen“ und man prangert den Amtsmissbrauch durch den Vogt von Aislingen an. Das neunseitige Schreiben mit zwölf Beschwerdepunkten ist eines der raren Zeugnisse aus Bauernmund. Während in Oberschwaben fast für jedes Dorf eine Beschwerdeschrift der Bauernschaft vorliegt, steht die Gundremminger Eingabe im Donauried einzig da. Die Bittsteller bezeichnen sich selbst als „arme leut“, sie sind die „baurschafft“ des Dorfes. Seit die Ortsherrschaft gewechselt hat, ist die Situation für die Untertanen immer drückender geworden: Frondienste wurden vermehrt und verschärft, Abgaben erhöht und neue eingeführt, oftmals herrscht Willkür. Der ehemalige hochstiftische Archivar Andreas Weber, das Deckblatt mit „Gundremmingen Rebellion“. Dabei war die Eingabe vom 8. März 1525 mehr eine Bittstellung mit Schilderung der misslichen Lage. Beschrieben wurde, dass die Bauern für den Stadelbau des Fürsten bereits in der Früh weit fahren mussten und erst abends wieder nach Hause kamen, weder die Rösser noch sie selbst bekamen Essen und Trinken. Der Heimatverein Gundremmingen hat eine Sonderausstellung zu dem Thema konzipiert. Eröffnet wird diese am Freitag, 28. November, um 19 Uhr durch Bürgermeister Tobias Bühler. Geöffnet ist die Ausstellung zum Nikolaus-Markt am Samstag, 29. November, von 17 bis 20 Uhr, immer sonntags vom 30. November bis 28. Dezember sowie am 25. und 26. Dezember, jeweils von 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung mit dem Vorsitzenden Hans Joas. Der Eintritt ist frei. Ein Begleitheft kann erworben werden.

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