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Kritik an neuem Logistikzentrum auf Areal Pro

Leipheim

Neues Logistikzentrum in Leipheim: Stadträten stößt Vorhaben sauer auf

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    Die Garbe Industrial Real Estate GmbH mit Hauptsitz in Hamburg und ihr Partner Logicenters der Firma Nrep planen ein Logistikzentrum in Leipheim.
    Die Garbe Industrial Real Estate GmbH mit Hauptsitz in Hamburg und ihr Partner Logicenters der Firma Nrep planen ein Logistikzentrum in Leipheim. Foto: Garbe Industrial Real Estate GmbH/Engel & Haehnel

    Anfang Oktober verkündeten die Logistikfirmen Nrep und Garbe in einer Pressemitteilung den Erwerb einer 20.000 Quadratmeter großen Fläche auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts in Leipheim. Die Unternehmen planen auf dem Areal Pro für 17 Millionen Euro ein Logistikzentrum, der Baubeginn soll im zweiten Quartal 2025 sein (wir berichteten). Bis zum Bericht in der Günzburger Zeitung war dies den Leipheimer Stadträten nicht bekannt, wie in der jüngsten Sitzung kritisiert wurde. Auch das Vorhaben an sich stößt auf Gegenwind aus dem Gremium.

    Johanna Bayer (Grüne) ärgerte sich, dass die Stadträte nicht über das Projekt informiert wurden: „Man liest das und denkt sich: Und ich weiß von nichts.“ Ihre Partei wünsche sich, dass den Räten Entscheidungen aus den Sitzungen des Zweckverbands Interkommunales Gewerbegebiet (Areal Pro) mitgeteilt werden würden. Dafür sei erst 2023 im Stadtrat ein Antrag gestellt worden. „Das widerspricht dem damals gefassten Beschluss, dass wir informiert werden. Ich fühle mich ignoriert.“ Zudem würden durch das Logistikzentrum keine Arbeitsplätze für Leipheim geschaffen, weitere Flächen würden versiegelt und der Schwerlastverkehr nehme zu. Auch andere Stadträte pflichteten Bayer bei.

    Der Preis für einen Rückkauf der Fläche war utopisch

    Bürgermeister Christian Konrad (CSU) hatte darauf eine einfache Antwort: „Ich konnte nichts mitteilen, weil es nichts mitzuteilen gab.“ Es habe sich um einen Privatverkauf gehandelt: Vor Jahren schon sei die betroffene Fläche an die Firma Greiwing veräußert worden, und die habe ihre Fläche nun selbstständig an die beiden Logistikunternehmen weiterverkauft. Deshalb brauche man seiner Meinung nach über die Nachteile eines Logistikzentrums überhaupt nicht zu diskutieren. Der Zweckverband Areal Pro hätte auch kein Rückkaufsrecht gehabt. „Ich hätte die Fläche gerne zurückgekauft, aber der Preis war so utopisch“, betonte Konrad. Der Zweckverband habe demnach entschieden, das überhöhte Angebot abzulehnen. Außerdem hätte nach der jüngsten Zweckverbandssitzung bis zu diesem Tag keine Stadtratssitzung stattgefunden, bei der der Bürgermeister das Gremium hätte informieren können.

    Allgemein gebe es keine generelle Richtlinie des Zweckverbandes, wie die Stadt- und Gemeinderäte über Entscheidungen aus den Zweckverbandssitzungen informiert werden, teilt Angela Brenner, Pressesprecherin des Landratsamts Günzburg, auf Nachfrage mit. „Auf diesen Fall bezogen weisen wir darauf hin, dass das Thema nicht auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung stand.“

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