Unter dem Schulmuseum Ichenhausen schlummert ein Schatz. Wer ihn sucht, muss in den Keller. Hinter einer unscheinbaren Tür reihen sich Regale. Dazwischen tun sich enge, verwinkelte Gänge auf. Eine schmale Gestalt bewegt sich bestimmt durch das Labyrinth. Otto Imminger würde sich hier wohl selbst im Dunkeln nicht verirren. Viele Stunden hat er an diesem Ort unter der Erde verbracht. In einem Raum voller Kostbarkeiten, wie der 70-Jährige sagt. Er meint damit keine Goldmünzen oder Edelsteine. Imminger hütet und sortiert tausende Hefte und Bücher, Schreibmaschinen und Filmapparate, Schiefertafeln und Griffel. Manche der Schulutensilien, die hier lagern, sind rund 200 Jahre alt. Jedes der Stücke, findet Imminger, ist ein kleines Fenster in eine längst vergangene Zeit, was man von dort aus sehen kann.
Ichenhausen
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