Aufrecht stehen sie da. Die Arme stramm am Körper. Die Hände auf der Hosennaht. „Guten Morgen, Fräulein Lehrerin“, sagen 14 Kinder im Chor. Die Mädchen tragen weiße Schürzen, die Jungs weiße Hüte und blaue Lätze. Vor der Klasse steht Brigitte Wöhrle. Eigentlich spricht sie niemand mit Fräulein Lehrerin an. Heute ist eine Ausnahme. Denn die Viertklässler machen eine Zeitreise, 100 Jahre zurück, ins Jahr 1926. Sie sitzen im historischen Klassenzimmer des bayerischen Schulmuseums Ichenhausen. Es ist Teil der aktuellen Ausstellung „Tintenklecks und Setzkasten“.
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