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Wie Menschen aus dem Landkreis Günzburg über die App Meet5 Freunde finden

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„Aus Fremden werden Freunde“ : Wie eine App Menschen in der Region zusammenbringt

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    Über die App Meet5 treffen sich regelmäßig Mencshen aus der Region und gehen gemeinsam Essen, ins Kino oder zum Sport.
    Über die App Meet5 treffen sich regelmäßig Mencshen aus der Region und gehen gemeinsam Essen, ins Kino oder zum Sport. Foto: Quendresa Gashi

    Ein fröhliches „Hallo“, ein kurzer Händedruck, ein Lächeln über den Tisch hinweg. Im Restaurant am Silbersee herrscht am Mittwochabend eine entspannte Stimmung. Nach und nach treffen 14 Frauen und Männer ein, ziehen Stühle heran, bestellen Getränke und steigen direkt in Gespräche ein. Wer die Gruppe beobachtet, könnte meinen, hier komme ein langjähriger Freundeskreis zusammen. Tatsächlich liegen die Anfänge vieler Bekanntschaften noch gar nicht so lange zurück.

    Kennengelernt haben sich die Menschen am Tisch über die Freizeit-App Meet5. Sie stammen unter anderem aus Lauingen, Ellzee, Dillingen und Ulm. Was sie verbindet, ist die Lust, gemeinsam etwas zu unternehmen und den Feierabend oder das Wochenende nicht allein zu verbringen.

    Elisabeth Rütter aus Jettingen-Scheppach organisiert als ehrenamtlicher „Captain“ regelmäßig Treffen in der Region

    Während an den Tischen gelacht und diskutiert wird, fällt auf: Niemand wirkt wie ein Fremder. Viele kennen sich inzwischen gut, begrüßen sich mit Namen und erkundigen sich nach den Erlebnissen der vergangenen Wochen. Die App, über die alles begann, spielt an diesem Abend kaum noch eine Rolle. Im Mittelpunkt stehen die Menschen.

    Eine von ihnen ist Elisabeth Rütter aus Jettingen-Scheppach. Sie organisiert als ehrenamtlicher „Captain“ regelmäßig Treffen in der Region. Zu Meet5 kam sie vor rund zwei Jahren, als sie nach neuen Freizeitmöglichkeiten suchte.

    Elisabeth Rütter aus Jettingen-Scheppach organisiert als ehrenamtlicher „Captain“ regelmäßig Treffen in der Region.
    Elisabeth Rütter aus Jettingen-Scheppach organisiert als ehrenamtlicher „Captain“ regelmäßig Treffen in der Region. Foto: Quendresa Gashi

    „Ich bin gerne gewandert, aber oft hatte niemand Zeit, etwas mit mir zu unternehmen“, erzählt sie. „Zu Hause sitzen wurde mir irgendwann zu langweilig.“ Bei ihrer Suche im Internet stieß sie auf die Plattform und entschied sich, das Angebot auszuprobieren. Ihr erstes Treffen führte sie Ende April vor zwei Jahren zu einer Kaffeerunde nach Krumbach.

    Die Menschen treffen sich zum Skifahren, Fußballspielen oder gehen gemeinsam ins Kino

    Damals wusste sie noch nicht, wie sehr sich ihre Freizeit dadurch verändern würde. „Ich war zum Beispiel schon beim Skifahren, bei einem Fußballspiel, im Kino und bei anderen Veranstaltungen“, berichtet sie. Andere Teilnehmer besuchen gemeinsam Theateraufführungen, spielen Volleyball oder Minigolf.

    Gerade diese Vielfalt sei einer der Gründe, warum das Konzept funktioniere. Jeder könne selbst entscheiden, welche Aktivitäten zu den eigenen Interessen passen. Wer möchte, meldet sich an und nimmt teil. Wer eine Idee hat, kann selbst ein Treffen organisieren.„Über Meet5 läuft zwar zunächst alles digital, aber eigentlich geht es genau darum, die Menschen im echten Leben kennenzulernen“, sagt Rütter.

    Die Teilnehmer von meet5 schätzen an der App, dass sie unkompliziert Menschen kennenlernen können.

    Diese Erfahrung teilen auch andere Mitglieder der Gruppe. Rolf Bösl aus Ellzee wurde durch Bekannte auf Meet5 aufmerksam. Sie erzählten ihm von der App und erklärten ihm die wichtigsten Funktionen. Kurz darauf lud er sie herunter und schaute sich die ersten Veranstaltungen an. „Man kann dort unkompliziert neue Menschen kennenlernen“, sagt er. „Man weiß vorher nicht, wer kommt. Trotzdem habe ich mich schnell wohlgefühlt.“

    Meet5 ist keine Dating-Plattform

    Rolf Bösl, Nutzer von der App Meet5

    Vor allem die Atmosphäre innerhalb der Gruppe habe ihn überzeugt. Für ihn steht nicht die digitale Plattform im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben. „Meet5 ist keine Dating-Plattform. Es geht darum, gemeinsam etwas zu unternehmen und Menschen kennenzulernen“, betont er. Dass die Treffen so gut funktionieren, führt er vor allem auf die ungezwungene Stimmung zurück. Bis heute habe er kein Treffen erlebt, bei dem die Laune nicht gut gewesen sei.

    Auch Christian Riesenegger aus Lauingen gehört zu den Teilnehmern, die regelmäßig dabei sind. Seit Januar nutzt er die App. Viel Überzeugungsarbeit habe es dafür nicht gebraucht. „Ich bin zufällig auf die App gestoßen und habe einfach geschaut, was dort angeboten wird. Das hat mich interessiert, deshalb habe ich sie ausprobiert“, erzählt er. Die ersten Begegnungen seien zunächst ungewohnt gewesen. „Trotzdem habe ich mich schnell eingelebt“, sagt Riesenegger.

    Christian Riesenegger freut sich besonders über Schafkopfrunden

    Heute schätzt er vor allem die Geselligkeit. Statt allein etwas zu unternehmen, verbringt er seine Freizeit regelmäßig in der Gesellschaft anderer Teilnehmer. „Das reicht von Spieleabenden über Restaurantbesuche bis hin zu gemeinsamen Frühstücken“, berichtet er. Besonders gerne erinnert er sich an gemeinsame Schafkopfrunden.

    Während am Silbersee die Gespräche weitergehen und immer wieder Gelächter durch den Raum klingt, wird deutlich, warum viele Teilnehmer regelmäßig zurückkehren. Nicht die App ist es, die sie anzieht, sondern die Gemeinschaft, die daraus entstanden ist. Für Elisabeth Rütter bringt ein Satz die Idee hinter Meet5 auf den Punkt: „Aus Fremden werden oft enge Freunde.“

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