An den beiden Standorten von Illerplastic in Illertissen und in Au arbeiten 224 Menschen.Foto: Alexander Kaya
Eine Mitarbeiterin der Firma Illerplastic in Illertissen äußert sich bedauernd darüber, dass ihr Arbeitgeber Insolvenz anmelden musste. Die Bellenbergerin sagt: „Es ist traurig, dass sich mein ungutes Gefühl der vergangenen Wochen bestätigt hat. Dass es doch zur Insolvenz gekommen ist.“ Sie mag ihre Arbeit und sieht sich in der Firma gut aufgehoben. Was die Mitarbeiterin über die Insolvenz denkt.
Illerplastic stellt unter anderem Kunststofffenster, Türen und Kunststoffprofile her. An den beiden Standorten in Illertissen und Au arbeiten 224 Menschen. Sie sind alle von der Insolvenz betroffen.
Die Frau betont: Es gibt keinen Grund, Illerplastic schlecht zu machen
Es gebe keinerlei Grund, das Unternehmen irgendwie schlecht zu machen, betont die Mitarbeiterin. Das Gehalt sei stets pünktlich auf dem Konto und im Arbeitsalltag fühle sie sich wie in einer großen Familie. Dass der Betrieb in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecke, habe sich so nach und nach abgezeichnet.
Illerplastic-Chef Armin Oßwald musste seinen Beschäftigten verkünden, dass die Firma insolent sei.Foto: Jens Carsten (Archivfoto)
„Es gab Besprechungen, die Chefs haben uns zum Zusammenhalten ermutigt und wir haben für unsere Arbeit gekämpft“, erzählt die Mitarbeiterin. Sie hätten ihr Bestes gegeben, sich gegenseitig aufgemuntert und überlegt, was zu verbessern wäre. Angesichts der unsicheren Lage habe sich die Firmenleitung von Illerplastic auch nicht abgeschottet, sondern mit den Mitarbeitern gesprochen und sich darum gekümmert, wie es ihnen ergehe. Nun hofft die Bellenbergerin, dass Illerplastic mit Unterstützung der Insolvenzverwaltung die Kurve vielleicht noch hinbekommen kann.