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Vöhringen

30.09.2019

Was Vöhringens Bürgermeister Karl Janson noch erreichen will

Der Bedarf an Betreuungsplätzen steigt. Die Stadt Vöhringen will eine neue Einrichtung bauen.
Bild: Ida König (Symbolbild)

Plus Nach 24 Jahren tritt Vöhringens Bürgermeister Karl Janson nicht mehr an. Doch bis zur Wahl 2020 stehen noch einige Entscheidungen an.

Nach 24 Jahren will Vöhringens Bürgermeister Karl Janson sein Amt niederlegen. Wie er Anfang diesen Jahres mitteilte, tritt er zur Kommunalwahl im März 2020 nicht mehr an. Doch bis dahin stehen in Vöhringen noch einige Entscheidungen und Projekte an.

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Wie Janson auf Nachfrage mitteilt, bleibt der Ausbau der Kindertagesbetreuung eine Herausforderung. Zwar sei es gelungen, den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen vorübergehend zu decken.

Dafür errichtete die Stadt den Waldkindergarten Fuchsbau, in dem 15 Kinder untergebracht werden können. Außerdem sollen im Oktober die Großtagespflege in Betrieb gehen und der Anbau der Kindertageseinrichtung Rappelkiste eröffnet werden. Aber im Hinblick auf den steigenden Bedarf sei die Stadt weiter gefordert, erklärt Janson. Der Bau einer Kindertageseinrichtung sei in Planung, die Standortfrage sei noch nicht abschließend geklärt.

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Der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum steigt

Auch das Thema Wohnen will Janson bis zum Ende seiner Amtszeit vorantreiben. Zwar sei der Wohnungsmarkt in Vöhringen nicht so angespannt wie in deutschen Großstädten. Doch auch hier stehe die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Fokus, betont er.

Neben zwei Mehrfamilienhäusern in Illerberg und Illerzell sei deshalb die Erweiterung des Caritas-Centrums in Vöhringen geplant. Außerdem will das Dominikus-Ringeisen-Werk an der Falkenstraße eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung bauen. Geplant sind 24 stationäre Plätz und neun Einzelapartments. Das Projekt soll mit 2,3 Millionen Euro von der Regierung von Schwaben gefördert werden und könnte demnächst im Bauausschuss diskutiert werden.

Karl Janson Bürgermeister Vöhringen.
Bild: Karl Janson

Als eine „Mammutaufgabe“ bezeichnet Janson die derzeit laufende Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung. Im Rahmen des neuen Onlinezugangsgesetzes sind Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen online anzubieten. Die Vöhringer Stadtverwaltung arbeite seit Jahren an zielführenden und für den Bürger nutzbaren Lösungen, erklärt Janson auf Nachfrage.

Auch kleinere Projekte wie die Errichtung eines digitalen Naturspielplatzes an der Grünen Lunge in Vöhringen stehen an. Die Stadt warte noch auf die offizielle Genehmigung, um mit der Umsetzung beginnen zu können, so Janson. Der digitale Spielplatz ist ein von der EU-gefördertes Leader-Projekt und soll Kindern Natur und Technik näher bringen. Von den Gesamtkosten über 200.000 Euro kommen etwa 20.000 Euro auf die Stadt zu.

Janson will den Ausbau der A7 vorantreiben

Daneben will Janson Vöhringen als Wirtschaftsstandort weiterentwickeln. Die Neuansiedlung der Firma Sanomed, einem Hersteller von flüssiger Sportlernahrung, sei gestartet, die ersten Schritte zur Errichtung eines Solarparks in Illerberg in die Wege geleitet.

Am Sportpark wird ein Blockheizkraftwerk eingerichtet, am Josef-Cardijn-Haus soll eine Photovoltaikanlage installiert werden. Die Erweiterung des städtischen Wasserhochbehälters in Thal werde in Kürze in Angriff genommen, erklärt Janson. Der Anbau am Vöhringer Feuerwehrgerätehaus und am BRK-Haus Vöhringen habe bereits begonnen.

Persönlich habe er noch eine Vielzahl an Projekten, die er bis zum Ende seiner Amtszeit realisieren oder zumindest die nötigen Weichenstellungen vornehmen möchte, teilt Janson auf Anfrage mit. Demnach sei ihm die Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete unter Berücksichtigung des schonenden Umgangs mit Grund und Boden wichtig. Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Neu-Ulm und Memmingen sowie der sechsspurige Ausbau der A7 soll vorangetrieben werden. Außerdem seien ihm die Umgestaltung des Areals „Neue-Rathaus-Mitte“ in Vöhringen ebenso ein Anliegen wie die Neugestaltung des Geländes der Alten Poliere.

Zum Thema Klimawandel sind nach Angaben von Janson zahlreiche kommunale Initiativen geplant. „Als langjähriges Mitglied im Klimabündnis ist uns diese weltweite Herausforderung auch vor Ort ein zentrales Anliegen“, erklärt Janson. Demnach gelte es, die Illersanierung flußabwärts fortzusetzen.

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