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Ballenpresse bei Oberroth geht in Flammen auf – Polizei geht von technischem Defekt aus

Landkreis Neu-Ulm

Brennende Ballenpresse auf Feld bei Oberroth: 130 Feuerwehrleute im Einsatz

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    Auf einem Feld bei Oberroth im Landkreis Neu-Ulm ist am Donnerstagnachmittag eine Maschine zum Pressen von Strohballen in Brand geraten. 
    Auf einem Feld bei Oberroth im Landkreis Neu-Ulm ist am Donnerstagnachmittag eine Maschine zum Pressen von Strohballen in Brand geraten.  Foto: Wilhelm Schmid

    Auf einem Feld bei Oberroth im Landkreis Neu-Ulm ist am Donnerstagnachmittag eine Mulch-Ballenpresse, mit der das Stroh von einem abgeernteten Getreidefeld abgeräumt werden sollte, in Brand geraten. Die Mulch-Ballenpresse häckselt das Stroh klein. Ob Funkenflug durch einen aufgewirbelten Stein oder sonst ein Defekt die Ursache war, wird sich erst noch herausstellen müssen. Die Feuerwehr brachte das Feuer schnell unter Kontrolle.

    Ballenpresse bei Oberroth fängt Feuer: Einsatzkräfte können Brand schnell löschen

    Der Landwirt, der die Maschine fuhr, hatte auf dem Stoppelfeld Rauch aus der Maschine bemerkt und diese sofort auf einen benachbarten Feldweg vor die äußersten Siedlungshäuser gefahren.

    Dort begannen Anwohner unmittelbar danach mit der Brandbekämpfung mithilfe eines Gartenschlauches, womit sie die weitere Ausbreitung des Feuers doch einigermaßen eindämmen konnten. Gleichzeitig wurde kurz vor 17.30 Uhr über 112 ein Notruf abgesetzt, sodass die Integrierte Leitstelle Donau-Iller die örtliche Feuerwehr und mehrere Nachbarwehren in Marsch setzen konnte.

    Die Ballenpresse geriet während der Arbeit in Brand. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 30.000 bis 40.000 Euro.
    Die Ballenpresse geriet während der Arbeit in Brand. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 30.000 bis 40.000 Euro. Foto: Wilhelm Schmid

    Nachdem das Feld unmittelbar an einen Waldstreifen angrenzte, ließ Kreisbrandinspektor Benedikt Kramer sofort nach seinem Eintreffen weitere Feuerwehren mit wasserführenden Fahrzeugen nachalarmieren, sodass schließlich insgesamt 130 Feuerwehrleute von acht Wehren mit 20 Einsatzfahrzeugen mit der Brandbekämpfung beschäftigt waren oder in Bereitstellung standen. Die Feuerwehren kamen aus Oberroth, Unterroth, Babenhausen, Klosterbeuren, Buch, Altenstadt, Kellmünz und Illertissen.

    „Das war knapp“ urteilten dann auch bald die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion, die dem einheimischen Kommandanten Raphael Zanker bei der Einsatzleitung beratend zur Seite standen. Aber der konzentrierte und effektive Einsatz mehrerer Strahlrohre zeigte sofort Wirkung, sodass die schlimmste Gefahr bald gebannt war. Zusätzlich hatte ein Landwirt ein Grubber-Bodenbearbeitungsgerät an seinen Traktor angehängt, mit dem er eine mehrere Meter breite Schneise im Grenzbereich zwischen Wald und Feld zog, sodass dort das Stroh in den Boden eingearbeitet wurde und nun oben liegender trockener Ackerboden eine Ausbreitung des Feuers verhinderte.

    Das auf dem Feld noch liegen gebliebene Stroh wurde mit einer Reihe von Strahlrohren gelöscht, wobei sich die Wasserversorgung aus der nahen Siedlung als stabil erwies. Laut Polizei konnten die Einsatzkräfte den Brand bereits um 18.15 Uhr, 45 Minuten nach Beginn der Löscharbeiten, unter Kontrolle bringen. Gegen 19 Uhr waren dann auch die Nachlöscharbeiten beendet.

    Polizei schätzt Schaden nach Brand im Landkreis Neu-Ulm auf fünfstellige Summe

    Warum die Ballenpresse Feuer gefangen hat, sei den Beamtinnen und Beamten zufolge noch unklar. Derzeit gehe man aber von einem technischen Defekt aus. Verletzt worden sei niemand. Der Sachschaden an Maschine und Feld belaufe sich Schätzungen zufolge auf 30.000 bis 40.000 Euro.

    Zu einem ähnlichen Vorfall war es bereits vergangene Woche in Dillingen gekommen. Dort beläuft sich der Schaden der Polizei zufolge aber auf rund 250.000 Euro.

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