Themen wie eine kommunale Wärmeplanung erscheinen in Bellenberg noch recht abstrakt. Über andere wie das Sohn-Areal oder den neuen Bauhof wird schon heftig spekuliert. Nun hat der Gemeinderat Experten beauftragt, Gutachten zu erstellen oder fortzuführen wie das Grundwassermonitoring wegen Altlasten der Sohn-Reinigung. Die sichtbarste Veränderung dürfte aber der Bauhofumzug darstellen, der in Diskussionen um die neue Ortsmitte längst als gesetzt gilt.
Auf Anregung des Gemeinderats wurden Angebote eingeholt, um für die Planung des künftigen Bauhofs bestehende Strukturen, Abläufe und Aufgabenverteilungen zu überprüfen beziehungsweise neu auszurichten. Die Angebote belaufen sich auf Kosten zwischen 10.000 bis 40.000 Euro. Aus Sicht der Verwaltung stellt die Kommunal-Beratung Kurz die wirtschaftlich und fachlich sinnvollste Wahl dar. Die Firma will die Organisationsuntersuchung voraussichtlich im Zeitraum Februar bis Juni vornehmen. Angeschaut werden sollen Aufbau und Abläufe des Bauhofs, Bewertung der technischen Ausstattung und räumlichen Unterbringung, Aufgabenverteilung und Personalbedarf sowie die Entwicklung umsetzungsorientierter Optimierungsempfehlungen. Der Gemeinderat stimmte einer Beauftragung der Firma Kommunal-Beratung Kurz einhellig zu.
Der Gesetzgeber schreibt die Umsetzung einer kommunalen Wärmeplanung vor
In Abstimmung mit der Unteren Wasserrechtsbehörde am Landratsamt soll auf dem Sohn-Areal die Grundwasseruntersuchung im Zeitraum 2026 bis 2028 fortgesetzt werden. Dazu wird wieder die Firma HPC in Heidenheim beauftragt, damit eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit früheren Daten gewährleistet ist. Erforderlich sind insgesamt zwei Proben jährlich mit Kosten von rund 13.000 Euro, weitere Schadstoffuntersuchungen sind nicht geplant. Die Fortführung der Maßnahme ist für eine mögliche weitere Entwicklung des Areals nötig. Wie diese aussehen soll, insbesondere unter Einbeziehung der Wasserkraft am Mühlbach, darin soll dem neuen Gemeinderat nicht vorgegriffen werden, sagte Bürgermeister Oliver Schönfeld.
Die Gemeinde ist gesetzlich zum Erstellen eines Konzepts für die kommunale Wärmeplanung verpflichtet, wobei der Freistaat finanziell unterstützt. Ziel ist die Entwicklung eines strategischen Fahrplans für eine treibhausneutrale, wirtschaftliche und langfristig sichere Wärmeversorgung. Die Umsetzung der Wärmeplanung ist bis 30. Juni 2028 vorgeschrieben. Unter anderem enthalten ist die Entwicklung eines Zielszenarios bis zum Jahr 2040. Der Gemeinderat gab der Firma EZA Service in Kempten den Vorzug gegenüber der Firma GP Joule Consult in Buttenwiesen. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, nachdem vorab etwaige Interessenskonflikte abgewogen wurden. Denn die Firma GP Joule Consult hatte im Jahr 2025 bereits im Auftrag der Kommune eine Umfrage zur Fernwärmeplanung vorgenommen. Die nun mit dem Erstellen der kommunalen Wärmeplanung beauftragte Firma EZA Service veranschlagt eine Projektlaufzeit von sechs bis neun Monaten mit Kosten von rund 34.500 Euro.
Neue Tafeln mit Werbeflächen kommen an die Ortseingänge von Bellenberg
Schließlich kamen auch die Ortseingänge auf den Prüfstand, die künftig einheitliche Bekanntmachungstafeln mit Werbefläche für Termine in Bellenberg erhalten sollen. Ziel sei eine klare, wiedererkennbare und geordnete Darstellung der Bekanntgaben, so die Idee. Bei den Angeboten fiel die Wahl auf eine Ausführung der Firma Mang in Bellenberg in Edelstahl mit Zwischenriegel als hochwertige und langlebige Lösung. Mit den neuen Bannerhalterungen ausgestattet werden die Ortseingänge aus den Richtungen Au, Illertissen, Vöhringen sowie eventuell auch der Ortseingang von Tiefenbach kommend. Pro Exemplar werden rund 10.000 Euro veranschlagt, der Gemeinderat stimmte zu.
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