Am Anfang war es nur ein Gedanke. Kerstin Hander war beim Einkauf für ihre zwei Kinder. Sie wollte sich vorab orientieren, was man zu Weihnachten für die Kids - damals ein und drei Jahre alt - unter den Tannenbaum legen konnte. Das Angebot war riesig. Sie beobachtete eine Frau mit einem Buben, der nach einem Spielzeugauto griff, aber die Mama nahm es dem Kind aus der Hand und legte es zurück. An ihrer Gestik war abzulesen, dass sie kein Geld hatte, um dem Buben das Spielzeug zu kaufen. Das machte Hader nachdenklich. Was kann man tun, damit jedes Kind in der Stadt sich über ein Geschenk zu Weihnachten freuen konnte? Hander hatte dabei Kinder aus sozial schwachen Familien im Blick. Sie entwickelte eine Idee. Und daraus wurde eine erfolgreiche Aktion, die es nun schon seit zehn Jahren gibt.
Hander war sich schon von Beginn an klar darüber, dass sie das in Vöhringen allein nicht stemmen konnte. Sie gewann Jana Ertle von der Stadtverwaltung und Ursula Andiel, damals Leiterin des Bürgermeisterbüros, für ihre Idee. Das Trio hatte auch gleich den passenden Namen: "Vöhringen zeigt Herz". Konkret sollte die Aktion so aussehen: Kinder aus sozial schwachen Familien können einen Wunschzettel ans Rathaus schreiben. Es gibt ein Preislimit, das liegt bei 25 Euro, und die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren. Im Rathaus werden die Wünsche auf kleine rote Herzen übertragen. Was dem Trio anfangs noch wichtig war: Sie brauchten einen Schirmherrn für die Aktion.
Vöhringen
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