Erst im zurückliegenden Herbst wurde das Dach des Kindergartens Mariä Himmelfahrt in Kirchhaslach neu eingedeckt und gedämmt. Jetzt ist das vor rund 50 Jahren errichtete Gebäude am Kirchenweg für die Zukunft bestens gerüstet. Allerdings werden die zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze bald nicht mehr ausreichen. "Aufgrund der stetig steigenden Geburtenzahlen im Greuth wird die Kapazität der bestehenden Einrichtung bereits im kommenden Kindergartenjahr nicht mehr genügen", sagt Bürgermeister Franz Grauer. Dieses nahende Problem will die Gemeinde lösen.
Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs hat der Gemeinderat den Bau eines neuen zweigruppigen Kindergartens beschlossen. Im bestehenden Gebäude dürfen derzeit 65 Mädchen und Buben in drei Gruppen betreut werden. Die dritte Gruppe wurde im September 2021 als sogenannte Integrativ-Gruppe für Kinder mit Förderbedarf eingerichtet. Zudem seien derzeit sieben Mädchen und Buben aus Kirchhaslach und den Ortsteilen in der Krippe der Nachbargemeinde Kettershausen untergebracht, informiert Grauer und sagt: "Sollte diese Entwicklung anhalten, müssen auch wir eine Kinderkrippe einrichten." Dies könne die Gemeinde nur mit einem Neubau verwirklichen.
Kirchhaslach will Krippenplätze anbieten können
Dieser soll als Anbau an der Ostseite der bestehenden Einrichtung entstehen und Platz für eine Krippengruppe für 15 Mädchen und Buben sowie eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen bieten. Außerdem sind im Anbau Speisesaal, Personal- und Sanitärräume und weitere Zimmer vorgesehen.
Während die Gemeinde Kirchhaslach als Bauherrin und Eigentümerin des geplanten Neubaus fungieren wird, soll der Betrieb der Einrichtung wie bisher in Zusammenarbeit mit der Katholische Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt erfolgen. Ebenfalls einstimmig beschloss der Gemeinderat, für die nach Baufertigstellung gesamte Einrichtung eine gemeinsame Betriebserlaubnis für mindestens 90 Kindergarten- und 15 Krippenplätze zu beantragen.
Die für den Neubau veranschlagten Kosten beziffert der Bürgermeister auf rund zwei Millionen Euro, die erwarteten Fördergelder auf voraussichtlich 500.000 Euro. Laut Grauer könne die Finanzierung des Kindergarten-Neubaus nur über eine längerfristige Kreditaufnahme erfolgen.