Hier spielen künftig Mädchen und Buben aus dem Greuth: Ein neuer Gruppenraum ist in Kirchhaslach entstanden.Foto: Claudia Bader
Der verglaste Verbindungsgang mit dem roten Dach gibt dem Kindergarten Mariä Himmelfahrt am südwestlichen Kirchhaslacher Ortsrand ein modernes Erscheinungsbild. Aber auch im Inneren des Gebäudes hat sich in den zurückliegenden Monaten einiges getan.
Im Zuge von Umbaumaßnahmen wurde dort Platz für eine dritte Gruppe geschaffen. „Mit einer vorläufigen Betriebserlaubnis für 65 Mädchen und Buben ist der Bedarf an Kindergartenplätzen im Greuth für die nächsten Jahre gedeckt“, sagt Bürgermeister Franz Grauer und sieht die Betreuungseinrichtung gut gerüstet für die Zukunft.
Der Turnsaal des Kindergartens wurde kurzerhand zum Gruppenraum umgewandelt
Eine dritte Gruppe einzurichten, sei unumgänglich gewesen, berichtet Kirchenpflegerin Daniela Helfer: „Wegen der ansteigenden Geburtenzahlen und der Aufnahme von Kindern unter drei Jahren wurden die bisher zwei Gruppen immer voller.“ Die Gemeinde Kirchhaslach, die auf einen Ratsbeschluss hin die Bauleitung übernommen hat, habe einen gut durchdachten Plan in die Tat umgesetzt: Der bisher im Gebäude integrierte Turnsaal wurde kurzerhand in einen weiteren Gruppenraum umgewandelt.
Dafür wurde die Räumlichkeit mit einer Schallschutzdecke, einem neuen Bodenbelag, einer Verbindungstür sowie kindgerechtem Mobiliar und einem zuvor im Flur untergebrachten Spieleturm ausgestattet. Mit Blick ins Haseltal wirkt der neue Raum hell und freundlich.
Ein neues Klettergerüst und eine Schaukel werten den Spielegarten in Kirchhaslach auf.Foto: Claudia Bader
Auch das Jugendheim in Kirchhaslach ist jetzt integriert
Damit sich die Kinder auch künftig bei Sport und Spiel austoben können, haben die Verantwortlichen eine weitere, praktische Lösung gefunden: Das an den Kindergarten angebaute Jugendheim wurde zum Multifunktionsraum umgestaltet. Die Mädchen und Buben können ihn bei jedem Wetter trockenen Fußes über den verglasten Verbindungsgang im Eingangsbereich des Kindergartens erreichen.
In dem mit einer Schallschutzdecke ausgestatteten Saal kommen auch die Kirchhaslacher Mutter-Kind-Gruppe und die Ministranten regelmäßig zusammen. Und nachmittags oder auch abends können der katholische Frauenbund und der Feierabendkreis den Raum weiterhin für Treffen und Versammlungen nutzen.
Der Bauhof in Kirchhaslach half bei den Umbauarbeiten mit
Träger des Kindergartens ist die katholische Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt Kirchhaslach. Laut Vertrag müsse die Gemeinde aber zwei Drittel der Bau- und Unterhaltsmaßnahmen am Gebäude tragen, informiert Bürgermeister Grauer. Um den für die Kindergartenerweiterung angesetzten Kostenrahmen in Höhe von 150.000 Euro nicht zu sprengen, habe der Bauhof kräftig mit angepackt und die Umbauarbeiten sofern möglich in Eigenregie ausgeführt. Parallel dazu haben die gemeindlichen Arbeiter den südlich angrenzenden Spielegarten mit dem Aufbau eines neuen Klettergerüstes und einer Schaukel attraktiver gestaltet, so Grauer.
Die Gründung des katholischen Kindergartens Mariä Himmelfahrt erfolgte im Jahr 1972 während der Schul-, Landkreis- und Gebietsreform. Da für Kirchhaslach zu dieser Zeit kein Schulhausneubau infrage gekommen war, habe der ehemalige Pfarrer Johann Wagner mit seiner Kirchenverwaltung und den damals selbstständigen Gemeinden Kirchhaslach, Herretshofen, Greimeltshofen und Olgishofen über die Finanzierung eines Kindergartens verhandelt, verrät die Chronik.
Der neue gläserne Verbindungsgang ist ein Blickfang an dem Kindergarten in Hanglage.Foto: Claudia Bader
Die Stiftung Mariä Himmelfahrt ist Träger des Kindergartens
Nachdem der Caritas-Verband der Diözese Augsburg als Kostenträger gesichert gewesen war, erteilten demnach auch die jeweiligen Gemeinden ihre Zustimmung und erwarben ein den Vorstellungen entsprechendes Grundstück. Unter dem Motto „mit wenig Geld viel bauen“ halfen damals zahlreiche Bürger beim Bau mit, heißt es in den Aufzeichnungen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Kirchhaslacher Kindergartens erfolgte im Frühjahr 1974 mit einer großen Einweihungsfeier.
Um das bald 50 Jahre alte Kindergartengebäude für kommende Generationen zu rüsten, stehe als nächste Maßnahme die Renovierung des Dachs auf dem Plan, kündigt Kirchenpflegerin Helfer an.